Thüringen

Paukenschlag: Thüringens SPD-Chef Maier hört auf

Überraschung in Thüringens SPD: Georg Maier tritt als Landeschef nicht mehr an – was steckt hinter dem Rückzug?

23.09.2026, 10:22 Uhr

Erfurt. Thüringens SPD-Landeschef Georg Maier will beim Parteitag am 21. November nicht noch einmal für den Vorsitz kandidieren. Das bestätigte der 59-Jährige der Deutschen Presse-Agentur, nachdem zuvor bereits der „Stern“ darüber berichtet hatte.

Einen Abschied aus der Politik bedeutet das nach seinen Worten aber nicht. Maier stellte klar, dass er weiterhin Innenminister in Thüringen bleiben will. Gerade dieses Amt sei mit ein Grund für seinen Schritt. Die Aufgaben in seinem Ressort würden nicht leichter, sagte Maier mit Verweis auf hybride Bedrohungen und ein mögliches AfD-Verbotsverfahren. Dieses Thema liege ihm besonders am Herzen.

Zugleich betonte der SPD-Politiker, seine Entscheidung habe nichts mit aktuellen Entwicklungen in der Bundes- oder Landespolitik zu tun. Vielmehr wolle er auch mit Blick auf seine Familie etwas kürzertreten.

Maier steht seit Herbst 2020 an der Spitze der Thüringer SPD. Er erinnerte daran, dass seine kleine Tochter kurz vor seiner Wahl zum Landesvorsitzenden geboren wurde. Noch während des Parteitags sei er damals aus dem Kreißsaal gekommen und anschließend zum Vorsitzenden gewählt worden.

Als geeignete Nachfolgerin brachte Maier die Thüringer Sozial-, Arbeits- und Gesundheitsministerin Katharina Schenk ins Spiel. Nach sechs Jahren an der Parteispitze sei frischer Wind nötig, den Schenk aus seiner Sicht mitbringen könne. In einem gemeinsamen Instagram-Video der Landespartei zeigte sich Schenk offen für die Aufgabe und sagte, sie habe große Lust, die SPD in Thüringen zu führen. Schenk ist bereits stellvertretende Landesvorsitzende.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Redaktion

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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