Karin Angerer wird neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs
Karin Angerer, derzeit Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg, übernimmt zum 1. September die Leitung des Bundesgerichtshofs (BGH). Das teilte das bayerische Justizministerium nach einem entsprechenden Beschluss des Bundeskabinetts mit. Die 62-jährige Juristin aus Würzburg war bereits Mitte Juni vom Bundesrichterwahlausschuss zur Bundesrichterin gewählt worden.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) begrüßte die Entscheidung und sprach von einer hervorragenden Besetzung. Mit Angerer werde eine profilierte und erfahrene Juristin aus Bayern an die Spitze von Deutschlands höchstem Gericht für Zivil- und Strafsachen rücken.
Lange Laufbahn in der bayerischen Justiz
Ihre berufliche Laufbahn begann Angerer im Jahr 1993. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie unter anderem in München als Staatsanwältin und Richterin. Außerdem übernahm sie mehrere Leitungsaufgaben im bayerischen Justizministerium. Später wurde sie Vizepräsidentin des Landgerichts München II, bevor sie 2023 an die Spitze des Oberlandesgerichts Bamberg wechselte.
Höchstes Gericht für Zivil- und Strafverfahren
Der Bundesgerichtshof ist in Deutschland die oberste Instanz in der Zivil- und Strafrechtsprechung. Seine Aufgabe ist es, für eine einheitliche Anwendung und Auslegung der Gesetze im gesamten Bundesgebiet zu sorgen. Gegründet wurde das Gericht 1950, seinen Sitz hat es in Karlsruhe.
Derzeit steht noch Bettina Limperg an der Spitze des BGH. Ihre Amtszeit endet am 31. August.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber