Söder stärkt Schulze im Wahlkampf den Rücken
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seinem Amtskollegen in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), im Endspurt des Landtagswahlkampfs öffentlich Unterstützung zugesichert. Bei einer Veranstaltung in Wernigerode im Harz sagte Söder, er halte große Stücke auf Schulze und stehe hinter ihm. Gerade in der aktuellen Lage sei es wichtig, einen Regierungschef zu haben, der wirtschaftliche Zusammenhänge verstehe. Ebenso entscheidend seien gute Netzwerke und Kontakte, auch auf europäischer Ebene. Zudem unterstrich Söder, dass Ostdeutschland in der Bundespolitik stärker vertreten sein müsse.
Schulze ist Wirtschaftsingenieur und war sowohl in der Privatwirtschaft als auch in der Politik tätig. Er saß im Europaparlament, war Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt und ist seit Januar Ministerpräsident. Bei der Landtagswahl in knapp zwei Wochen tritt er als CDU-Spitzenkandidat an. In bisherigen Umfragen liegt seine Partei allerdings klar hinter der AfD.
Söder kritisiert AfD-Kurs scharf
Mit Blick auf die AfD warnte Söder davor, Europa grundsätzlich infrage zu stellen. Anlass waren jüngste Aussagen der AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel, die erneut einen Austritt aus dem Euro sowie aus dem Schengen-Raum für den Fall einer Regierungsbeteiligung ihrer Partei ins Gespräch gebracht hatte. Söder bezeichnete solche Pläne als wirtschaftspolitisch verheerend und nannte sie sinngemäß ein Programm, das massiven Schaden anrichten würde.
Die Veranstaltung in Wernigerode stand unter dem Motto „Wirtschaft ist Chefsache. Wie viel Bayern kann Sachsen-Anhalt?“ und zog mehrere Hundert Besucher an. Schulze lobte dabei die Entwicklung Bayerns und sprach von einem Vorbild für Sachsen-Anhalt. Der Freistaat habe seine heutige Stärke nicht von selbst erreicht, sondern durch konsequente Arbeit. Genau darin sehe er auch den Schlüssel für sein eigenes Bundesland: Erfolg entstehe nur mit Einsatz und harter Arbeit.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber