Niedersachsen

Drama: Flugzeug kracht in Haus – ein Toter

Schock nahe Bremen: Ein Kleinflugzeug kracht in ein Hausdach. Ein Toter, ein Vermisster – und viele offene Fragen.

25.07.2026, 14:26 Uhr

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Feuerwehr und Polizei suchten am Samstagnachmittag in Ganderkesee weiter nach einer möglichen zweiten Person, die sich in der Maschine befunden haben soll. Das Dach des Hauses wurde dabei mithilfe einer Drehleiter nach Insassen abgesucht.

Die bereits entdeckte tote Person konnte zunächst nicht aus dem Flugzeug geborgen werden. Ihre Identität war vorerst unklar. Nach Angaben der Polizei waren die Rettungs- und Bergungsarbeiten äußerst komplex und dauerten mehrere Stunden an.

Keine Bewohner im Haus

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren am Samstag gegen 11 Uhr zu dem Absturz alarmiert worden. Nach bisherigen Erkenntnissen verlor das Leichtflugzeug aus noch ungeklärter Ursache an Höhe und prallte in einer Wohnsiedlung nahe Bremen in das Dach eines Einfamilienhauses.

Die Bewohner des Hauses waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zuhause. Weitere Verletzte wurden den Angaben zufolge nicht gemeldet.

In Bremen gestartet – Zeugen werden betreut

Nach ersten Erkenntnissen war das Flugzeug kurz vor dem Absturz in Bremen gestartet. Die weiteren Ermittlungen werden in Abstimmung mit der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) geführt und sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Gesicherte Angaben zur Ursache des Unglücks gibt es bislang nicht.

Ein Kriseninterventionsteam betreute Menschen in der Wohnsiedlung, die den Absturz unmittelbar miterlebt hatten oder sich in der Nähe aufhielten. Für Anwohner wurde außerdem eine Anlaufstelle eingerichtet.

Häuser evakuiert und Strom unterbrochen

Rund um die Unglücksstelle wurden Bewohnerinnen und Bewohner in einem Umkreis von etwa 100 Metern vorsorglich aus ihren Häusern gebracht. Nach Angaben der Polizei bestand jedoch keine Gefahr für die Allgemeinheit.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Stromversorgung in der Straße zeitweise unterbrochen. Polizei und Feuerwehr waren mit vielen Kräften vor Ort. Die Einsatzkräfte sicherten auslaufende Betriebsstoffe und bereiteten die aufwendige Bergung des im Dach steckenden Wracks vor. Für die Dauer des Einsatzes wurde zudem der Luftraum über dem Bereich gesperrt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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