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Norris sprengt Mercedes-Serie mit Sensations-Pole

Mercedes raus aus Reihe 1: In Ungarn schnappt sich ausgerechnet der Weltmeister die Pole – und überrascht alle.

25.07.2026, 17:13 Uhr

Norris beendet Mercedes-Serie in Ungarn

Lando Norris hat sich im letzten Qualifying vor der Sommerpause die Pole Position für den Großen Preis von Ungarn gesichert und damit die Mercedes-Dominanz dieser Saison vorerst gestoppt. Der McLaren-Pilot setzte im entscheidenden Versuch eine starke Schlussrunde und war am Ende nur 0,012 Sekunden schneller als Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton.

Für Norris ist es die 17. Pole seiner Karriere, die erste als amtierender Weltmeister und zugleich seine erste seit dem Rennen in Las Vegas im vergangenen Herbst. Im elften Saisonrennen steht damit erstmals in diesem Jahr kein Mercedes ganz vorne im Grid.

Hamilton verliert Pole-Chance – und später noch mehr Plätze

Hamilton verpasste zunächst denkbar knapp seine 105. Pole Position in der Formel 1. Nach der Qualifikation folgte für den Rekordweltmeister aber noch ein unangenehmes Nachspiel: Die Rennkommissare werteten einen Vorfall mit Oscar Piastri als unnötige Behinderung und versetzten den Ferrari-Piloten um drei Startplätze nach hinten.

Damit fällt Hamilton für das Rennen am Sonntag auf Startplatz fünf zurück. Charles Leclerc rückt im zweiten Ferrari auf Position zwei vor, Piastri startet nun von Rang drei.

Auch Antonelli nach Gelbphase bestraft

Die Schlussphase des Qualifyings wurde von einer Gelb-Phase nach einem Dreher von Max Verstappen geprägt. Kimi Antonelli war zunächst Vierter geworden und rückte durch Hamiltons Strafe zwischenzeitlich nach vorne, ehe auch gegen den Mercedes-Piloten eine Strafe verhängt wurde. Der WM-Spitzenreiter erhielt ebenfalls eine Rückversetzung um drei Plätze, weil er unter Gelb nicht ausreichend verlangsamt haben soll.

Damit fällt der 19-jährige Italiener in der Startaufstellung noch auf Platz sieben zurück. Verstappen rückt auf Rang vier vor, George Russell auf Position sechs. Antonelli selbst hatte ohnehin eingeräumt, dass die Pole für ihn außer Reichweite gewesen sei.

Mercedes hadert mit Tempo und Zuverlässigkeit

George Russell fiel nach einem Wasserleck an seinem Mercedes zunächst zurück, rückt nach den Strafen aber noch auf Rang sechs vor. Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich dennoch unzufrieden. Sein Team sei in Budapest schlicht nicht gut genug gewesen, zudem ärgerte ihn das erneute Zuverlässigkeitsproblem bei Russell. Wolff betonte, man habe gewusst, dass die Strecke McLaren und Ferrari eher entgegenkommen würde.

Hamilton hadert auch mit Ferrari-Strategie

Hamiltons Durststrecke bei den Pole-Positionen geht damit weiter: Seine bislang letzte Pole hatte er vor drei Jahren und drei Tagen ebenfalls in Budapest geholt, wo er mit acht Siegen Rekordgewinner ist.

Der Brite haderte nach der Session zudem mit der Ferrari-Strategie im letzten Qualifying-Abschnitt. Aus seiner Sicht war es nicht ideal, dass Ferrari früh auf die Strecke ging. Über weite Strecken habe er sich stark und sicher gefühlt, am Ende sei ihm die Pole jedoch förmlich entglitten, auch weil der nötige Grip gefehlt habe.

Hülkenberg in den Top Ten, Alonso nur 16.

Der einzige deutsche Fahrer im Feld, Nico Hülkenberg, fuhr im Audi auf den zehnten Startplatz. „Es ist positiv, in Q3 zu landen, aber der Abstand ist groß“, sagte der Rheinländer.

Aston Martin schaffte es derweil erstmals in dieser Saison mit einem Auto in den zweiten Qualifikationsabschnitt. Fernando Alonso kam in seinem mit 16 neuen Bauteilen überarbeiteten Wagen jedoch nicht über Platz 16 hinaus.

Norris erleichtert nach starkem Samstag

Norris, der in der Fahrerwertung bislang nur Rang fünf belegt, zeigte sich nach seiner Pole entsprechend erleichtert. Der McLaren-Pilot sprach von einem harten Qualifying, lobte die Arbeit seines Teams und erklärte, dass er den ganzen Tag über Vertrauen ins Auto gehabt habe. Entsprechend groß sei nun die Freude über Startplatz eins.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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