Hessen

Wie ein Frankfurter Student Apple verblüffte

Kurz vor der WWDC überrascht Apple mit dieser Wahl: Ein deutscher Student zählt plötzlich zu den großen Gewinnern.

08.06.2026, 07:56 Uhr

Frankfurter Student punktet bei Apple-Wettbewerb mit Präsentations-App

Ein 22 Jahre alter Student aus Frankfurt gehört mit seiner App „Pitch Coach“ zu den Preisträgern eines Programmierwettbewerbs von Apple. Die Anwendung von Anton Baranov unterstützt Nutzer dabei, Vorträge und Präsentationen zu trainieren. Sie analysiert unter anderem das Sprechtempo, erkennt Füllwörter und überprüft mithilfe der Bewegungssensoren in Apples AirPods sogar die Körperhaltung.

Die Auswertung erfolgt direkt auf dem iPhone der Nutzer mit KI-Modellen von Apple. Dadurch müssen keine Daten zur Verarbeitung in eine Cloud übertragen werden.

Derzeit stellt Baranov die App kostenlos zur Verfügung. Perspektivisch kann er sich jedoch vorstellen, zusätzliche Funktionen über ein Abonnement anzubieten. Sein Einstieg in die Softwareentwicklung fällt in eine Phase, in der intensiv darüber diskutiert wird, ob Künstliche Intelligenz Programmierer in Zukunft teilweise ersetzen könnte.

Baranov sieht das gelassener. Zwar würden KI-Systeme von Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic immer leistungsfähiger beim Schreiben von Software, dennoch werde der Mensch aus seiner Sicht die Kontrolle behalten. KI sei vor allem ein Hilfsmittel, dessen Ergebnisse überprüft und gesteuert werden müssten. Auch er selbst nutzte Künstliche Intelligenz, um „Pitch Coach“ in mehr als 20 Sprachen verfügbar zu machen.

Tim Cook lobt die Anwendung

Baranov hat einen deutschen Vater und eine russische Mutter. Geboren wurde er im russischen Jekaterinburg, mit 18 Jahren zog er nach Deutschland. Zurzeit absolviert er ein duales Studium der Softwaretechnologie an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank.

Vor dem Start der Entwicklerkonferenz WWDC würdigte Apple-Chef Tim Cook die ausgezeichneten Projekte. Baranovs App sei ein „wundervolles Beispiel“ dafür, wie Technologie Menschen dabei unterstützen könne, Ziele zu erreichen, die sie sich selbst vielleicht zunächst nicht zugetraut hätten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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