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Schock in Frankfurt: Lufthansa-Jet knickt ein

Was ist bei Lufthansa passiert? Noch schweigt die Airline – doch eine Mitteilung wurde bereits angekündigt.

04.06.2026, 14:46 Uhr

Am Frankfurter Flughafen ist es am Donnerstag zu einem Zwischenfall mit einer Lufthansa-Maschine gekommen, bei dem mehrere Mitarbeitende verletzt wurden. Lufthansa und Fraport bestätigten den Vorfall. Nach Angaben der Airline ereignete sich der Unfall gegen 12.45 Uhr an der Einstiegsposition A15 vor Terminal 1.

Betroffen war die Boeing 787-9 Dreamliner mit der Flugnummer LH450, die planmäßig nach Los Angeles fliegen sollte. Der Start war nach dpa-Informationen für 13.50 Uhr vorgesehen. Da das Boarding bei Langstreckenflügen in der Regel rund 30 Minuten dauert, wären die ersten Passagiere etwa ab 13.15 Uhr an Bord gewesen. Fluggäste waren zum Zeitpunkt des Vorfalls aber noch nicht eingestiegen und blieben deshalb unverletzt.

Nach Lufthansa-Angaben klappte auf einer Parkposition das Bugfahrwerk des Flugzeugs unerwartet ein. Warum es dazu kam, ist bislang unklar und wird nun untersucht. An Bord befanden sich zu diesem Zeitpunkt nach Unternehmensangaben 13 Crewmitglieder der Lufthansa sowie eine nicht näher bezifferte Zahl weiterer Mitarbeitender von Partner- und Dienstleistungsfirmen. Die Teams bereiteten die Maschine gerade auf das Boarding vor.

Am Abend teilte Lufthansa mit, dass zwei Kabinencrew-Mitarbeitende sowie weitere Beschäftigte von Dienstleistungsunternehmen zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht wurden. Zur genauen Zahl der weiteren Verletzten und zur Schwere der Verletzungen machte das Unternehmen zunächst keine näheren Angaben.

Auf Fotos und Videos ist zu sehen, dass die Maschine in unmittelbarer Nähe des Terminals vorne stark abgesackt ist. Die Fluggastbrücke lag bereits am Flugzeug an. Bilder zeigen deutliche Schäden: Der Bug ist nach vorn gekippt, während das Heck sichtbar nach oben ragt. Neben der Maschine standen Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte. Ein Video auf der Plattform X, das Lufthansa nach eigenen Angaben für authentisch hält, soll den Moment zeigen, in dem der vordere Teil des Flugzeugs absackt und Teile seitlich wegfliegen.

Techniker und Experten sind vor Ort im Einsatz. Die genauen Umstände des Unfalls werden gemeinsam mit den zuständigen Stellen untersucht. Lufthansa hat zudem einen Krisenstab eingerichtet. Nach Freigabe durch die Behörden soll der Dreamliner im Laufe des Abends in eine Technikhalle gebracht werden. Dort sind weitere Untersuchungen vorgesehen, bevor das Flugzeug repariert werden kann.

Die Boeing 787-9 ist noch vergleichsweise neu in der Lufthansa-Flotte: Die Airline erhielt ihr erstes Exemplar 2022. Derzeit verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über 17 Dreamliner. Bis Ende 2027 sollen insgesamt 29 Maschinen dieses Typs zur Flotte gehören. In der Vermarktung hatte Lufthansa für den Flugzeugtyp mit einem „einzigartigen Reiseerlebnis“ geworben. Laut Fraport hat der Vorfall keine größeren Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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