Berlin

CDU lässt Pantisanos Entschuldigung abblitzen

Faschismus-Vorwurf, Entschuldigung, CDU bleibt hart: Was Linken-Chef Pantisano mit seinem Eklat wirklich meinte

26.06.2026, 15:32 Uhr

Der neu gewählte Co-Vorsitzende der Linken, Luigi Pantisano, hat bedauert, dass die CDU seine Entschuldigung nach einem umstrittenen Faschismus-Vorwurf nicht akzeptiert. Im ARD-Interview der Woche sagte er, er finde es schade, dass die Union seine aus seiner Sicht klare und aufrichtige Entschuldigung zurückweise.

Pantisano erklärte, mit seiner ursprünglichen Aussage habe er seine Sorge darüber ausdrücken wollen, dass CDU-Politikerinnen und -Politiker zunehmend Positionen der AfD übernähmen. Mit genau dieser inhaltlichen Frage müsse sich die CDU auseinandersetzen. An dieser Kritik halte er fest. Zugleich stellte er klar, dass seine frühere Formulierung falsch gewesen sei: Eine Gleichsetzung von CDU und AfD sei nicht richtig.

Seine Entschuldigung meine er genauso, wie er sie formuliert habe, sagte Pantisano weiter. Für ihn sei der Vorgang damit abgeschlossen. Die grundsätzliche Kritik an der CDU bleibe jedoch bestehen, und von dieser Debatte wolle er sich nicht abbringen lassen.

CDU weist Entschuldigung zurück

Kurz vor seiner Wahl an die Parteispitze hatte Pantisano der CDU in einem Interview mit der "Bild" schwere Vorwürfe gemacht. Dabei sagte er, zwischen einer CDU, die faschistische Politik betreibe, der AfD und Faschisten selbst gebe es letztlich derzeit keinen Unterschied. Später nahm er diese Aussage zurück und bezeichnete sie als verkürzt.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wies die Entschuldigung jedoch zurück. Gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärte er, die Beschreibung als „verkürzt“ sei eine Unverschämtheit. Pantisanos Aussage sei eindeutig gewesen, und nun versuche er sich mit dieser Formulierung herauszureden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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