Deutscher Schulpreis: Berufsoberschule aus Donauwörth ausgezeichnet
Die Hans-Leipelt-Berufsoberschule im schwäbischen Donauwörth gehört in diesem Jahr zu den Gewinnern des Deutschen Schulpreises. Bei der Verleihung in Berlin wurde ihr Konzept für flexibles und individuelles Lernen mit 30.000 Euro prämiert.
Den Hauptpreis erhielt die Bertha-von-Suttner-Schule im hessischen Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt am Main. Sie bekam ein Preisgeld von 100.000 Euro. Weitere Auszeichnungen in Höhe von jeweils 30.000 Euro gingen an fünf Schulen aus Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Thüringen. Insgesamt hatten es 15 Schulen ins Finale geschafft.
Lehrkräfte begleiten statt frontal zu unterrichten
Das Donauwörther Modell verzichtet auf den herkömmlichen Stundenplan. Stattdessen bekommen die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Einführung in bestimmte Themen oder Fragestellungen und arbeiten danach eigenständig weiter. Die Lehrkräfte übernehmen dabei vor allem die Rolle von Coaches.
Unterstützung können sich die Lernenden genau dann holen, wenn sie diese brauchen. Sie sind dabei nicht an eine feste Lehrkraft gebunden, sondern können sich auch an Lehrerinnen und Lehrer anderer Klassen wenden.
Die Jury hob hervor, dass sich das pädagogische Konzept auf verschiedene Bildungsgänge übertragen lasse und bereits in der Region Wirkung zeige. Besonders bemerkenswert sei, dass es trotz schwieriger struktureller, räumlicher und finanzieller Rahmenbedingungen entwickelt worden sei.
Preis für besondere Schulqualität
Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 für herausragende Qualität an Schulen vergeben. Träger des Wettbewerbs sind die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung.
Eine Jury aus Fachleuten aus Bildung und Schulpraxis bewertet die teilnehmenden Schulen in sechs Bereichen: Unterrichtsqualität, Leistung, Umgang mit Vielfalt, Verantwortung, Schulleben und Netzwerke sowie Lernende Schule. Diese Kriterien gelten als zentrale Merkmale guter Schulqualität.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber