Bayern

Warum Bauern jetzt Fläche verlieren

Getreide ist fast runter, der Mais steht noch – doch Bayerns Bauern verlieren jedes Jahr mehr Fläche. Was steckt dahinter?

05.08.2026, 11:55 Uhr

Die in Bayern landwirtschaftlich genutzte Fläche schrumpft weiter. Derzeit bewirtschaften Bäuerinnen und Bauern etwas mehr als 3,038 Millionen Hektar. Im Vorjahr waren es noch 3,088 Millionen Hektar, davor 3,100 Millionen. Zum Vergleich: 2016 standen im Freistaat noch 3,156 Millionen Hektar Äcker und Wiesen für die Landwirtschaft zur Verfügung.

Seit Jahren bemängeln Landwirte und Umweltverbände den hohen Flächenverbrauch im Land, etwa durch Gewerbegebiete oder den Straßenbau.

Öko-Flächen legen leicht zu

Nach Angaben des Landesamts für Statistik ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen zuletzt gestiegen. Er liegt inzwischen bei 13,8 Prozent nach 12,8 Prozent im Jahr zuvor.

Die bayerische Staatsregierung hatte allerdings vor einigen Jahren das Ziel formuliert, dass bis 2030 rund 30 Prozent der Agrarflächen ökologisch bewirtschaftet werden sollen. Dieses Ziel zu erreichen wird zunehmend schwierig, auch weil die Umstellung eines Betriebs auf Bio-Landwirtschaft mehrere Jahre beansprucht.

So werden Bayerns Agrarflächen genutzt

Auf mehr als einer Million Hektar wird in Bayern Getreide angebaut. Beim Getreide führt Weizen mit 484.878 Hektar, gefolgt von Gerste mit 277.144 Hektar.

Die wichtigste einzelne Kulturpflanze ist jedoch Silomais mit 522.442 Hektar. Er wird vor allem als Tierfutter eingesetzt oder zur Energieerzeugung in Biogasanlagen genutzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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