Waldbrand bei Schneizlreuth weiter nicht gelöscht
Der Waldbrand westlich von Schneizlreuth im Berchtesgadener Land ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Am Kranzbergkogel laufen die Löscharbeiten nach Angaben der Polizei mit hohem Einsatz sowohl aus der Luft als auch vom Boden.
Derzeit sind insgesamt drei Hubschrauber im Einsatz. Zwei Maschinen unterstützen direkt beim Löschen, ein weiterer Hubschrauber ist mit einer Wärmebildkamera unterwegs, um versteckte Glutnester aufzuspüren.
Nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums sind rund 0,5 Hektar Schutzwald der Bayerischen Staatsforsten betroffen. Das Ministerium verwies zudem darauf, dass es in diesem Jahr bereits mehrere größere Waldbrände auf Flächen der Forstverwaltung gegeben habe. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger warnte vor der angespannten Lage durch Trockenheit und Hitze und rief Waldbesucher zu besonderer Vorsicht auf.
Eine sichtbare weitere Ausbreitung des Feuers wird laut Polizei derzeit zwar nicht beobachtet. Eine verlässliche Einschätzung bleibe aber schwierig, weil es sich um ein Bodenfeuer in dicht bewaldetem Gelände handelt. Wie lange der Einsatz noch andauern wird, ist bislang unklar.
Entdeckt worden war der Brand am Dienstag nach einer Rauchmeldung. Eine erste Lageerkundung mit einer Feuerwehrdrohne hatte eine betroffene Fläche von mehreren Hundert Quadratmetern bestätigt. Noch am Abend leitete ein Polizeihubschrauber erste Löschmaßnahmen ein.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber