Die Münchner Kriminalpolizei untersucht nach dem schweren Unfall eines Mitarbeiters an einer Schiffsschaukel auf dem Oktoberfest weiter den genauen Hergang. Nach Angaben der Polizei sollen Zeugen vernommen und vorhandene Videoaufnahmen ausgewertet werden. Die Ermittlungen dürften sich über mehrere Tage erstrecken.
Der 47 Jahre alte Mann war am Morgen des letzten Wiesn-Tages an der historischen Schiffsschaukel schwer verletzt worden. Rettungskräfte mussten ihn nach Polizeiangaben reanimieren, anschließend kam er auf die Intensivstation eines Krankenhauses.
Inzwischen ist der Mann laut Polizei außer unmittelbarer Lebensgefahr. Eine Sprecherin sagte, nach derzeitigem Stand bestehe keine akute Lebensgefahr mehr. Der 47-Jährige erlitt jedoch schwere Verletzungen an den Halswirbeln.
Fahrgäste waren nicht in Gefahr
Nach Angaben des Münchner Polizeisprechers Thomas Schelshorn hielt sich der Mann in einem Bereich auf, den er nicht betreten durfte. Dort wurde er von der Schaukel erfasst. Laut Aicher-Ambulanz traf ihn diese im Bereich der Halswirbelsäule. Für Fahrgäste bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr.
Bereits am dritten Tag des Oktoberfests hatte es einen tödlichen Zwischenfall gegeben: Ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter war an einem Freefall-Tower unter einer Gondel eingeklemmt worden und später im Krankenhaus gestorben.
Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) sagte dem Bayerischen Rundfunk, die beiden Unfälle sollten Anlass sein, bei der Schulung der Beschicker genauer hinzusehen. Das Personal müsse möglicherweise noch besser eingewiesen werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber