Florentina Holzinger eröffnet Saison der Komischen Oper mit Tempelhof-Produktion
Die Regisseurin und Performerin Florentina Holzinger wird die Spielzeit 2027/28 der Komischen Oper Berlin mit einer neuen Arbeit eröffnen. Geplant ist die Premiere im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Wie das Haus mitteilte, kreist das Stück um das Thema Krieg und dessen ideologische Antriebskräfte. Dabei sollen sowohl neue als auch historische Kompositionen eine Rolle spielen.
Die Intendanten Susanne Moser und Philip Bröking bezeichneten das Vorhaben als besonderes Ereignis. Holzinger sei eine der prägendsten Künstlerinnen der Gegenwart, die Konventionen und Genregrenzen immer wieder aufbreche.
Seit Jahren feste Größe der Theaterszene
Holzinger zählt mit ihren kraftvollen, oft provokanten Arbeiten längst zu den bekanntesten Namen im Theaterbetrieb. Ihre Inszenierungen sind für starke Bilder, körperliche Radikalität und spektakuläre Performances bekannt; häufig arbeitet sie mit ausschließlich weiblichen, auch nackten Ensembles.
Auch in Berlin ist sie regelmäßig präsent. Erst im Mai brachte die Volksbühne ihr Stück A Year without Summer heraus, das sich unter anderem mit Selbstoptimierung, Unsterblichkeit und Musical-Elementen beschäftigt.
Im vergangenen Jahr war Holzinger mit der blutigen Opernperformance Sancta zum Theatertreffen eingeladen, an der auch das Orchester der Komischen Oper Berlin beteiligt war. Laut Mitteilung sagte sie, spätestens seit dieser Zusammenarbeit habe sie den Wunsch gehabt, dort selbst zu inszenieren. Dass dies nun sogar im Tempelhofer Hangar möglich werde, freue sie besonders. Zudem soll sie 2028 ein weiteres neues Werk an der Volksbühne herausbringen.

Premiere im September 2027
Der Titel der neuen Produktion wurde noch nicht bekanntgegeben. Die Uraufführung ist für den 18. September 2027 angesetzt. Danach sind bis zum 2. Oktober elf weitere Vorstellungen geplant.
Der Kartenverkauf beginnt am 23. März 2027. Wer sich vorab als Early-Bird registriert, erhält einige Tage früher exklusiven Zugang zum Vorverkauf.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber