Bayern

Überraschende Wende: Münchens Arabellahaus bleibt stehen

Abriss gestoppt! Münchens umstrittenes Arabellahaus bleibt – und bekommt eine spektakuläre Mega-Rolltreppe an der Fassade.

17.06.2026, 09:22 Uhr

Das Münchner Arabellahaus, eines der größten und markantesten Hochhäuser Bayerns, wird nun doch nicht abgerissen. Stattdessen will die Bayerische Hausbau Real Estate aus dem Familienkonzern Schörghuber das 1969 fertiggestellte Gebäude mit rund 87.000 Quadratmetern Fläche vollständig sanieren.

Ein zentrales Element des Konzepts ist eine außenliegende Rolltreppenanlage: Sie soll sich über rund 200 Meter entlang der 157 Meter langen Fassade vom Erdgeschoss bis zum Dach in 73 Metern Höhe ziehen. Außerdem soll die begrünte Dachterrasse künftig öffentlich zugänglich sein.

Bis zur Umsetzung wird es allerdings noch dauern. Nach Unternehmensangaben soll die Sanierung 2030 beginnen und 2034 abgeschlossen sein. Das 23-stöckige Gebäude beherbergt derzeit unter anderem ein großes Hotel, eine Klinik im 19. Stock, Geschäfte, Restaurants und Wohnungen. In den 1960er Jahren war das Haus als eine Art „Stadt in der Stadt“ geplant worden.

Auch musikhistorisch hat das Gebäude einen besonderen Stellenwert: In den Musicland Studios im Untergeschoss entstanden in den 1970er- und 1980er-Jahren Aufnahmen international bekannter Bands wie den Rolling Stones, Queen und Led Zeppelin.

Wie viele Hochhäuser aus den 1960er- und 1970er-Jahren war auch das Arabellahaus ursprünglich nur für eine Nutzungsdauer von wenigen Jahrzehnten ausgelegt. Deshalb war der Abriss zunächst bereits für dieses Jahr vorgesehen, später dann auf 2030 verschoben worden. Nun ist stattdessen eine grundlegende Erneuerung geplant.

Vorgesehen sind unter anderem vollständig neue Fassaden sowie ein architektonisches „Auge“ in Form eines mehrgeschossigen Durchbruchs. Zudem soll ein Teil der bislang gewerblich genutzten Flächen in Wohnungen umgewandelt werden. Dafür sind insgesamt etwa 16.500 Quadratmeter vorgesehen. Die Generalsanierung soll den Bau insgesamt freundlicher und offener wirken lassen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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