Bayern

Toter in Starnberg: Jetzt Haftbefehl gegen 37-Jährigen

Toter Vermisster aus Starnberg: 37-Jähriger in U-Haft – doch was hinter dem mutmaßlichen Mord steckt, ist noch völlig offen.

23.07.2026, 12:27 Uhr

Vermisster aus Starnberg tot gefunden – 37-Jähriger wegen Mordverdachts in U-Haft

Nach umfangreichen Ermittlungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft den seit Mitte Juli vermissten Mann aus Starnberg tot aufgefunden. Ein 37 Jahre alter Tatverdächtiger sitzt wegen des Verdachts auf Mord in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Ermittler könnte das Motiv im geschäftlichen Verhältnis zwischen dem 37-Jährigen und dem 51 Jahre alten Opfer liegen. Die Staatsanwaltschaft geht von Habgier als möglichem Beweggrund aus. Das sagte Sprecherin Juliane Grotz.

Partnerin meldete den 51-Jährigen als vermisst

Die Lebensgefährtin des Mannes hatte ihn in den frühen Morgenstunden des 16. Juli als vermisst gemeldet. Nach Angaben des Leiters der Münchner Mordkommission, Armin Ritterswürden, war der 51-Jährige am Vorabend nicht wie üblich nach Hause zurückgekehrt, zudem war der Kontakt zu ihm abgerissen.

Sein Auto wurde später in München-Freimann auf dem Parkplatz eines gewerblichen Objekts gefunden – an der Motorworld München. Dadurch verdichteten sich die Hinweise, dass der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte.

Großaufgebot suchte zunächst im Anzinger Forst

Seit Sonntag gingen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus. Es habe Hinweise gegeben, dass die Leiche in den Anzinger Forst im Landkreis Ebersberg gebracht worden sein könnte. Daraufhin suchte die Polizei dort mit einem Großaufgebot, darunter Hunden, Drohnen und einem Hubschrauber.

Nach neuen Hinweisen verlagerten die Ermittler die Suche in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen, wo der 37-Jährige lebt. Dort wurde der Tatverdächtige am Montag festgenommen. Am Dienstag fanden die Ermittler im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den Leichnam des 51-Jährigen. Ebenfalls am Dienstag erließ ein Gericht Haftbefehl gegen den Mann.

Der 37-Jährige war den Behörden bereits bekannt. Seine Staatsangehörigkeit nannten die Ermittler nicht, weil diese nach ihren Angaben so selten sei, dass Rückschlüsse auf seine Person möglich wären. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Deutschen.

Wie der 51-Jährige genau zu Tode kam, teilten die Ermittler zunächst nicht mit. Nach der Obduktion steht jedoch fest, dass eine massive Gewalteinwirkung vorlag. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Mann in München-Freimann getötet wurde. Wie die Leiche anschließend in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen gelangte, ist weiter unklar.

Bei Durchsuchungen wurde umfangreiches Material sichergestellt, darunter auch Datenträger. Nun sollen Spuren weiter ausgewertet werden, ebenso Aufnahmen von Überwachungskameras.

Polizei und Staatsanwaltschaft betonten, dass die Ermittlungen noch am Anfang stehen. Sie könnten sich demnach über Wochen oder sogar Monate hinziehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen