Thüringen

Highfield-Comeback? Junge Union drängt auf Thüringen

Nach dem Highfield-Aus in Sachsen keimt eine brisante Frage auf: Holt Thüringen sein Kultfestival jetzt zurück?

23.07.2026, 13:56 Uhr

Junge Union Thüringen wirbt für Rückkehr des Highfield-Festivals

Nach dem angekündigten Ende des Highfield-Festivals in Sachsen bringt die Junge Union Thüringen eine Rückkehr des Events an seinen Ursprungsort ins Gespräch. Der Landeschef der CDU-Nachwuchsorganisation, Lennart Geibert, erklärte, das Festival sei einst das zentrale Kulturevent für junge Menschen in Thüringen gewesen. Mit dem Umzug nach Sachsen habe das Land nicht nur touristisch und wirtschaftlich verloren, sondern vor allem auch für die junge Generation.

Geibert sieht nun die Möglichkeit, das Festival wieder nach Thüringen zu holen, und regt Gespräche zwischen den Veranstaltern und der Landesregierung an.

Festival stammt ursprünglich aus Thüringen

Seinen Anfang nahm das Highfield Ende der 1990er Jahre am Stausee Hohenfelden bei Erfurt. Auch der Name des Festivals geht auf diesen Gründungsort zurück. Im Jahr 2010 verließ die Veranstaltung Thüringen jedoch und zog nach Sachsen um. Hintergrund waren damalige Konflikte wegen Müll und Schäden auf dem Gelände.

2027 ist eine „kreative Pause“ geplant

Die Veranstalter Semmel Concerts und FKP Scorpio hatten vor Kurzem mitgeteilt, dass das Festival in diesem Sommer vorerst zum letzten Mal am Störmthaler See bei Leipzig stattfinden soll. Als Grund nannten sie stark gestiegene Kosten. In der bisherigen Form sei das Highfield wirtschaftlich nicht länger tragfähig.

Vom 13. bis 16. August soll das Festival daher unter dem Motto „One Last Dance“ über die Bühne gehen.

Wie es danach am Standort in Sachsen weitergeht, ließen die Veranstalter offen. Für 2027 ist zunächst eine „kreative Pause“ vorgesehen. In dieser Zeit soll ein neues Konzept entwickelt werden.

Hoffnung auf Impulse für Wirtschaft und Tourismus

Genau darin sieht Geibert eine Gelegenheit für Thüringen. Seiner Ansicht nach sollte jetzt darüber gesprochen werden, unter welchen Bedingungen Thüringen wieder als Festivalstandort infrage kommen könnte. Politik, Kulturakteure und die beteiligten Kommunen müssten gemeinsam ein Modell entwickeln, das sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch organisatorisch umsetzbar sei.

Nach Einschätzung der Jungen Union könnte ein solches Festival jedes Jahr rund 30.000 Besucherinnen und Besucher anziehen. Davon würden Gastronomie, Hotels, Campingplätze, Einzelhandel und weitere Dienstleister profitieren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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