Bayern

Schock um «Zur Sache, Schätzchen»-Star Werner Enke

Mit Uschi Glas wurde er Kult – jetzt ist Werner Enke tot. Warum sein Film von 1968 bis heute unvergessen bleibt.

23.07.2026, 12:39 Uhr

Schauspieler Werner Enke im Alter von 85 Jahren gestorben

Der Schauspieler Werner Enke, der vor allem durch den Kultfilm „Zur Sache, Schätzchen“ an der Seite von Uschi Glas bekannt wurde, ist tot. Wie ein langjähriger Freund unter Verweis auf Enkes Lebensgefährtin May Spils der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, starb Enke bereits am 20. Juli in München nach schwerer Krankheit. Zuvor hatte der Münchner Merkur über seinen Tod berichtet.

Enke wurde 1941 in Berlin geboren und wuchs in Göttingen auf. Neben seiner Arbeit als Schauspieler war er auch als Autor, Regisseur und Maler tätig. Seine größten Kinoerfolge feierte er mit „Zur Sache, Schätzchen“ aus dem Jahr 1968 sowie „Nicht fummeln, Liebling“ von 1970. Bei beiden Produktionen wirkte er nicht nur als Hauptdarsteller mit, sondern schrieb auch die Drehbücher. Regie führte jeweils May Spils, seine langjährige Partnerin.

Der Erfolg von „Zur Sache, Schätzchen“ kam für die Beteiligten damals überraschend. Uschi Glas erinnerte sich später daran, dass bei der Münchner Premiere eine regelrechte Welle der Begeisterung durch den Kinosaal gegangen sei. Enke habe sich dabei sogar ein wenig darüber geärgert, dass viele seiner Pointen im starken Gelächter des Publikums untergingen. Der Film blieb anschließend zwei Jahre lang in deutschen Kinos zu sehen.

May Spils war bei der Entstehung des Films erst 26 Jahre alt und galt als erste deutsche Regisseurin der Nachkriegsgeneration, die mit einer Komödie auf sich aufmerksam machte. Enke verkörperte darin den Tagträumer Martin, der mit pseudo-philosophischen Sprüchen durchs Leben geht. Als er auf Barbara trifft, gespielt von Uschi Glas, wird sein Alltag gründlich auf den Kopf gestellt. Barbara ist die attraktive und behütet aufgewachsene Tochter aus bürgerlichem Elternhaus.

Dreharbeiten "Zur Sache Schätzchen"
Enke spielte darin den Nichtstuer Martin, der in den Tag hinein lebt. (Archivbild) Quelle: Brix/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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