Bayern

Tödliche Hochzeits-Schüsse: Jetzt fallen die Urteile

Nach den tödlichen Schüssen auf einer Fürther Hochzeit geht es jetzt um Vater und Brüder des Täters – mit drastischen Forderungen.

03.11.2026, 10:39 Uhr

Urteil im zweiten Fürther Hochzeitsmord-Prozess kommende Woche erwartet

Im zweiten Verfahren um die tödlichen Schüsse bei einer Hochzeit in Fürth will das Landgericht in der nächsten Woche sein Urteil gegen die mutmaßlichen Helfer des bereits verurteilten Schützen sprechen. Angeklagt sind dessen Vater, ein in Frankreich lebender Rumäne, sowie die beiden Brüder des Haupttäters. Ihnen wird gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklage in ihren Schlussvorträgen lebenslange Freiheitsstrafen für alle drei Angeklagten verlangt. Die Verteidiger plädierten hingegen auf Freispruch. Die Entscheidung des Gerichts soll am 11. November verkündet werden.

Vorwurf: Tat gemeinsam vorbereitet

Bereits im März hatte das Landgericht den Todesschützen wegen Mordes an dem Vater seiner früheren Partnerin zu lebenslanger Haft verurteilt. Der aus Frankreich stammende Mann hatte die Tat im Prozess gestanden. Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht, weil seine Verteidigung Revision eingelegt hat.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sollen der Vater und seine Söhne das Verbrechen zusammen geplant und umgesetzt haben. Hintergrund sei ein heftiger Konflikt zwischen den beiden Familien gewesen. Auslöser soll die Trennung des Paares und die anschließende Rückkehr der jungen Frau nach Deutschland gewesen sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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