Bayern

Cyberangriff auf Bayerns Supermarkt: Polizei jagt Täter

Cyberangriff auf Kühlregale: Statt zu kühlen heizen sie auf. Nach Fällen im Ausland trifft es nun auch Niederbayern.

03.11.2026, 06:51 Uhr

Cyberangriff auf Supermarkt in Niederbayern: Kühlanlagen auf bis zu 50 Grad erhitzt

Ein Supermarkt im niederbayerischen Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben des Betreibers auf der Facebook-Seite des Marktes wurden die Kühlanlagen manipuliert und auf bis zu 50 Grad hochgeheizt. Die Folge war erheblich: Große Mengen an Lebensmitteln mussten entsorgt werden.

Der Betreiber sprach von der „traurigen Folge“, dass Unmengen an Lebensmitteln in der Tonne gelandet seien. Mehrere Medien hatten zuvor bereits über den Vorfall berichtet.

Ähnliche Angriffe auf Supermärkte hatte es in den vergangenen Monaten auch in mehreren anderen europäischen Ländern gegeben, darunter Frankreich, Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und die Niederlande. Nach dem Vorfall in Reisbach ermittelt nun die Kriminalpolizei in Landshut. Wie das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilte, geht es dabei um den Verdacht des Ausspähens von Daten sowie der Datenveränderung. Nach Angaben eines Sprechers will sich die Polizei außerdem mit den zuständigen Behörden in den anderen betroffenen Ländern abstimmen.

Lebensmittel entsorgt – Regale werden neu gefüllt

Der Betreiber äußerte sich in den sozialen Medien auch kritisch zur entstandenen Lebensmittelverschwendung. Nach seinen Angaben habe eine Foodsharing-Initiative kurzfristig alles abgeholt, was noch irgendwie zu retten gewesen sei. Der Großteil der gekühlten Produkte sei jedoch unbrauchbar geworden und habe entsorgt werden müssen.

Nach Angaben des Marktes sollen die Regale am Dienstag wieder mit frischer Ware befüllt sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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