Bayern

Schockfund in Unterfranken: NS-Relikte entdeckt

Schockfund in Unterfranken: Ermittler entdecken Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg und NS-Relikte – jetzt drohen neue Verfahren.

02.10.2026, 10:43 Uhr

Bei Durchsuchungen mehrerer Wohnungen und Häuser in Unterfranken haben Ermittler Gegenstände aus der NS-Zeit sowie Waffen und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg sichergestellt. Nach Angaben der Polizei stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit politisch motivierten Straftaten. Dazu zählen unter anderem der Verdacht der Volksverhetzung in einer Chatgruppe sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Vereinigungen. Gegen einen der Verdächtigen wird zudem wegen Körperverletzung ermittelt.

Die Einsätze fanden bereits am Mittwochmorgen in den Regionen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart statt. Nach ersten Erkenntnissen gibt es zwischen den vier Tatverdächtigen im Alter von 17 bis 33 Jahren keine Verbindung. Laut Polizei handelt es sich um voneinander unabhängige Ermittlungen.

In einem Anwesen in Gelchsheim stießen die Beamten auf zwei Brandgeschosse aus dem Zweiten Weltkrieg sowie zwei nicht funktionsfähige Handgranaten. Woher die Gegenstände stammen, ist bislang unklar. Die Geschosse wurden noch vor Ort kontrolliert gesprengt.

Außerdem fanden die Ermittler in Würzburg eine größere Menge Marihuana im mittleren dreistelligen Grammbereich.

Zusätzlich entdeckten die Einsatzkräfte Deko-Waffen aus der NS-Zeit. Sichergestellt wurden zudem Luftgewehre und Schreckschusswaffen. Auch hier ist nach Polizeiangaben bislang unklar, wie die Verdächtigen in den Besitz der Gegenstände gelangten.

Gegen die Verdächtigen wird nun zusätzlich wegen möglicher Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz, das Sprenggesetz und das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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