Bayern

Flüchtige Einbrecher: Polizei schlägt Alarm in Mittenwald

Spektakuläre Flucht nach Bayern: Verdächtige aus Österreich entkommen – und könnten bewaffnet sein.

02.10.2026, 08:40 Uhr

Nach dem Einbruch in ein Waffengeschäft im österreichischen Innsbruck und der anschließenden Großfahndung im südlichen Oberbayern hat die Polizei inzwischen drei Tatverdächtige festgenommen und zahlreiche Gewehre sichergestellt. Der Einsatz ist jedoch noch nicht beendet.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte, wurden zunächst zwei Männer im Alter von 30 und 34 Jahren gefasst. Später nahmen die Beamten noch einen weiteren Verdächtigen fest. Zu dessen Alter lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Nach Polizeiangaben wurde zudem eine große Anzahl an Langwaffen sichergestellt. Nähere Details dazu nannte ein Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht. Auch die Orte und Umstände der drei Festnahmen wurden vorerst nicht bekanntgegeben.

Die Ermittler schließen derzeit nicht aus, dass es noch weitere Beteiligte gibt, die möglicherweise mit Beute auf der Flucht sind. Die Fahndung läuft deshalb weiter mit hoher Priorität.

Unfall auf der Flucht über die Grenze

Auslöser des Großeinsatzes war nach bisherigen Erkenntnissen ein Einbruch gegen 6.00 Uhr morgens in ein Waffengeschäft in Innsbruck. Die Täter sollen anschließend mit einem gestohlenen Auto über die Grenze nach Deutschland geflüchtet sein.

Im Raum Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen verunglückten sie laut Polizei mit ihrem Wagen und setzten ihre Flucht danach zu Fuß fort.

Daraufhin startete eine großangelegte Fahndung mit zahlreichen Einsatzkräften und einem Polizeihubschrauber. Neben der Polizei waren auch Bundespolizei, Landeskriminalamt und Spezialeinheiten beteiligt.

Polizei warnt Bevölkerung weiter

Die Polizei warnt die Bevölkerung weiterhin ausdrücklich davor, in der Region Anhalter mitzunehmen oder verdächtige Personen anzusprechen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand könne nicht ausgeschlossen werden, dass bislang unbekannte Täter bewaffnet sind. Beobachtungen und Hinweise sollen deshalb umgehend über den Notruf oder bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle gemeldet werden.

Die Ermittlungen der deutschen und österreichischen Behörden dauern an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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