Bayern

Olympia-Bewerbung: Was Krause mit Söder plant

Kommt Olympia nach München? Dann wollen Krause und Söder auf der Wiesn gemeinsam in den Olympia Looping steigen.

17.09.2026, 15:27 Uhr

Vorfreude auf Wiesn und Olympia-Entscheidung

In München läuft der Countdown gleich doppelt: zum Start des Oktoberfests und zur Entscheidung über die deutsche Olympia-Bewerbung. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) zeigt sich zuversichtlich, dass München den Zuschlag erhält – und stellt für diesen Fall eine gemeinsame Fahrt mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf dem „Olympia Looping“ in Aussicht.

Beim traditionellen Wiesn-Rundgang sagte Krause, sein Lieblingsfahrgeschäft sei zwar eigentlich das Riesenrad. Den „Olympia Looping“ fahre er aber ebenfalls gerne – am liebsten schon am kommenden Sonntag, wenn die Entscheidung gefallen ist, im Idealfall zugunsten Münchens, und gemeinsam mit Söder.

Gemeinsam nach Baden-Baden

Krause reist am 26. September zusammen mit Söder und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach Baden-Baden. Dort verkünden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert, welcher deutsche Bewerber für Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044 ins Rennen geht.

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Freistaat in der Olympia-Frage bezeichnete Krause als „sehr gut“ und „sehr zuverlässig“.

Erste Maß für Söder

Auch für den offiziellen Wiesn-Auftakt fühlt sich der Oberbürgermeister vorbereitet. Nach dem Anzapfen am Samstag will Krause dem Ministerpräsidenten die erste Maß überreichen. Für Söder wäre es das erste Mal, dass er sie aus den Händen eines grünen Oberbürgermeisters bekommt. Krause betonte, er freue sich auf den Wiesn-Start, auf das gemeinsame Signal von Stadt und Freistaat – und darauf, Söder die erste Maß zu geben.

Anzapfen mit zwei oder drei Schlägen

Für den Anstich hat Krause nach eigenen Worten eigens trainiert. Sein Ziel ist es, das erste Fass mit zwei bis drei Schlägen zu öffnen – möglichst ohne spritzende Bierfontäne.

„Ich bin in Übung“, sagte er. Einen letzten Probedurchgang wolle er ebenfalls noch machen. Und falls doch etwas schiefgehen sollte, nehme er es gelassen: Alt-Oberbürgermeister Christian Ude habe ihm mitgegeben, dass man im Fall einer Panne zumindest in aller Munde sei – und auch damit könne ein Oberbürgermeister leben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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