Fußball

Bühl packt zur Ballon-d’Or-Wahl aus

Ballon d'Or: Nur eine Deutsche ist nominiert – doch Klara Bühl verrät, warum das bald ganz anders aussehen könnte.

17.09.2026, 16:35 Uhr

Klara Bühl traut dem deutschen Frauenfußball in den kommenden Jahren weitere Kandidatinnen für den Ballon d’Or zu. Die Nationalspielerin, die selbst für die renommierte Auszeichnung nominiert wurde, verwies auf das große Potenzial im aktuellen Team.

„Wir haben derzeit viele starke Talente. Vielleicht konnten sie das nicht in jedem Spiel vollständig zeigen, aber wenn ich unsere Nationalmannschaft betrachte, sehe ich dort wirklich herausragende junge Spielerinnen“, sagte Bühl in einer Medienrunde. Aus ihrer Sicht werde sich das in den nächsten Jahren deutlich bemerkbar machen.

Auch Mitspielerinnen im Blickpunkt

Besonders hob Bühl Nationalmannschaftskollegin Jule Brand hervor. Die 23-Jährige habe bei Olympique Lyon eine überzeugende Spielzeit absolviert. Zudem betonte Bühl, dass Deutschlands Weg bis ins Halbfinale und Finale der Nations League die Qualität des Teams unterstreiche.

Während bei den Frauen mehrere Spielerinnen aus Deutschland oder mit Bundesliga-Bezug vertreten sind, fehlt bei den Männern in diesem Jahr ein deutscher Kandidat. Die Verleihung des Ballon d’Or ist für den 26. Oktober in London angesetzt.

Neben Bühl wurden auch ihre Münchner Vereinskolleginnen Pernille Harder aus Dänemark und Momoko Tanikawa aus Japan unter die 30 Nominierten gewählt. Bei den Torhüterinnen schaffte es Nationalkeeperin Ann-Katrin Berger von Gotham FC ebenfalls auf die Vorschlagsliste.

Bayern-Frauen starten in der Champions League

Mit Vorfreude blickt Bühl außerdem auf den Auftakt des FC Bayern München in die neue Champions-League-Saison. Zum Start treffen die Münchnerinnen am Dienstag um 18.45 Uhr im Sportpark Unterhaching auf den englischen Spitzenclub Manchester City.

Ballon d'Or
Der Goldene Ball ist im Profifußball ein Prestigepreis. (Archivbild) Quelle: Christophe Ena/AP/dpa

In der Ligaphase warten zudem weitere schwere Aufgaben: der FC Barcelona zu Hause, Paris Saint-Germain auswärts, Real Madrid daheim, Benfica Lissabon auswärts sowie Austria Wien ebenfalls auswärts.

Für die Bayern-Frauen beginnt damit zugleich ein neues Kapitel. Im Sportpark Unterhaching bestreitet das Team von Trainer José Barcala erstmals Pflichtspiele in seiner neuen Heimspielstätte für die Königsklasse. Schon in der Vorbereitung hatte der deutsche Doublesieger dort gegen den Paris FC getestet — nun zählt es erstmals im Wettbewerb.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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