Bayern

Ohne Zuschüsse platzt der Wohnungsbau

Milliarden für den Wohnungsbau – und trotzdem reicht das Geld hinten und vorn nicht. Warum Bayerns Pläne jetzt ins Wanken geraten.

28.07.2026, 05:00 Uhr

Zu wenig Fördergeld bremst Wohnungsbau in Bayern

In Bayern könnten zahlreiche bereits geplante Wohnungen vorerst nicht entstehen, weil öffentliche Zuschüsse fehlen. Das geht aus einer internen Befragung des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen hervor. Demnach haben 127 Mitgliedsunternehmen seit 2024 Fördermittel in Höhe von rund einer Milliarde Euro beantragt. Bewilligt wurde jedoch nur etwas mehr als ein Drittel dieser Summe.

Nach Einschätzung des Verbands ist der Bedarf damit deutlich größer als die verfügbaren Mittel. Viele Unternehmen hätten deshalb ihre Anträge verschoben oder ganz darauf verzichtet. Betroffen seien allein dadurch Bauvorhaben mit etwa 1.200 Wohnungen.

Der Verband vertritt rund 500 Wohnungsunternehmen im Freistaat, darunter vor allem sozial ausgerichtete Genossenschaften und kommunale Anbieter. Die 127 Firmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, verwalten zusammen etwa 236.000 Wohnungen. Gleichzeitig wächst laut Verband der Druck auf den Markt weiter: Inzwischen warteten rund 68.000 Haushalte auf eine Wohnung.

Verbandsdirektor Hans Maier kritisierte vor allem die häufig wechselnden Förderregeln. Bezahlbarer Wohnungsbau brauche vor allem Planungssicherheit, so Maier.

Neben fehlenden Zuschüssen sehen die Unternehmen weitere Hürden. Genannt werden unter anderem lange Bearbeitungszeiten bei Anträgen, unklare Zuständigkeiten und Prioritäten in den Behörden sowie Bauvorschriften, die das Bauen zusätzlich verteuern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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