Bayern

Jetzt wird es ernst: Erstes Plädoyer nach Auto-Anschlag

Mutter und Kind starben bei der Demo-Attacke: Jetzt geht der München-Prozess in die heiße Phase – was kommt noch ans Licht?

28.07.2026, 03:30 Uhr

Plädoyer der Bundesanwaltschaft im Münchner Anschlagsprozess erwartet

Im Mordprozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Kundgebung in München wird heute voraussichtlich ab 9.30 Uhr das Plädoyer der Bundesanwaltschaft gehalten. Anschließend sollen auch die Vertreter der Nebenklage und möglicherweise die Nebenkläger selbst ihre abschließenden Erklärungen abgeben. Am darauffolgenden Verhandlungstag sind dann der Schlussvortrag der Verteidigung sowie das letzte Wort des Angeklagten vorgesehen. Die Urteilsverkündung ist nach bisheriger Planung für den 6. August angesetzt.

Die Bundesanwaltschaft legt dem Angeklagten unter anderem zweifachen Mord sowie 44-fachen versuchten Mord zur Last. Nach Einschätzung der Anklage stand hinter der Tat ein islamistisches Motiv.

Der Mann, damals Mitte 20, war am 13. Februar des vergangenen Jahres mit einem Kleinwagen in eine friedliche Demonstration der Gewerkschaft Verdi gefahren. Dabei wurden ein zweijähriges Mädchen in einem Kinderwagen und seine Mutter erfasst. Beide erlitten so schwere Verletzungen, dass sie wenige Tage später starben. Zudem wurden mehr als 40 weitere Menschen verletzt, einige von ihnen schwebten zeitweise in Lebensgefahr.

Viele der Betroffenen leiden bis heute an den Folgen der Tat, sowohl körperlich als auch psychisch. Einige sind weiterhin nicht in der Lage, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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