Bayern

Neue Wende: Weiterer Mann nach Mutter-Mord in U-Haft

Neue Wende im Augsburger Mordfall: Nach dem Urteil gegen den Hauptverdächtigen klickten jetzt erneut die Handschellen.

08.07.2026, 17:39 Uhr

Drei Wochen nach dem Urteil gegen einen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilten Mann aus dem Raum Augsburg gibt es in dem Fall eine weitere Festnahme. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein 55-Jähriger inhaftiert. Ihm wird vorgeworfen, die Tatwaffe unerlaubt besessen und anschließend weitergegeben beziehungsweise verkauft zu haben. Zudem soll er vor dem Augsburger Landgericht falsch ausgesagt und versucht haben, Zeugen zu beeinflussen. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Im Juni hatte das Landgericht einen 30-Jährigen schuldig gesprochen. Nach Überzeugung des Gerichts erschoss er im Mai 2025 eine 30 Jahre alte Mutter von drei Kindern in deren Wohnung mit vier Schüssen in den Kopf. Zwei der drei kleinen Kinder befanden sich dabei in der Wohnung und wurden Zeugen der Tat. Die Verteidigung hatte einen Freispruch verlangt und angekündigt, das Urteil vor dem Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen.

Nach dem Urteil sitzen nun zwei weitere Männer in U-Haft

Nach Auffassung der Strafkammer handelte es sich um einen Auftragsmord. Die Richter gehen davon aus, dass der frühere Lebensgefährte der Frau die Tötung aus Eifersucht in Auftrag gegeben hat. Der 43-Jährige soll nach Angaben des Vorsitzenden Richters sowohl die Waffe als auch die Munition beschafft und dem später Verurteilten 1.000 Euro für die Tat versprochen haben. Bei dem Verurteilten handelt es sich um den Ziehsohn des 43-Jährigen aus einer früheren Beziehung.

Das Opfer hatte sich nur wenige Wochen vor dem Verbrechen nach einer längeren Partnerschaft von dem 43-Jährigen getrennt. Im Verlauf des Prozesses verdichteten sich die Hinweise darauf, dass die Tat geplant und in Auftrag gegeben worden sein könnte. Deshalb wurde auch der Ex-Partner noch während des Verfahrens festgenommen. Gegen ihn besteht der Verdacht der Anstiftung zum Mord. Auch er befindet sich in Untersuchungshaft. Sollte Anklage erhoben werden, droht ihm ebenfalls eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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