Hoher Schaden nach mutmaßlichem Brandanschlag am Pfaffensteiner Wehr
Nach einem mutmaßlich vorsätzlich gelegten Feuer am Pfaffensteiner Wehr bei Regensburg beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 240.000 Euro. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Nürnberg wurden Leitungen für Strom- und Datenversorgung fast vollständig zerstört. Außerdem wurden Kabeltrassen und Teile der Entwässerung der Anlage stark in Mitleidenschaft gezogen.
Wegen der Schäden sind mehrere Freizeiteinrichtungen derzeit gesperrt. Betroffen sind die Sportbootschleuse, die Bootsrutsche sowie der Geh- und Radweg am Wehr. Eine Nutzung ist vorerst nicht möglich.
Ereignisse in der Nacht zum 8. Juni
Auslöser waren laut den Behörden zwei Vorfälle in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni. Zunächst verschafften sich Unbekannte Zugang zu einem Strommast bei Pentling und versuchten dort, mit einem Brandsatz ein Feuer auszulösen. Dieser Versuch misslang jedoch. Wenig später wurden in einem Lüftungsschacht am Pfaffensteiner Wehr mehrere Kabel in Brand gesetzt.
Die Ermittlungen liegen beim Landeskriminalamt, das dabei mit der Generalstaatsanwaltschaft München zusammenarbeitet. Nach derzeitigen Angaben wird auch ein extremistisches Motiv geprüft.
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt erklärte weiter, dass die betroffenen Anlagen insbesondere im Sommer stark von Freizeitnutzern und Wassersportlern frequentiert werden. Auch der Geh- und Radweg unter der Brücke sei eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. Mit einer Reparaturdauer von etwa vier bis sechs Wochen wird derzeit gerechnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber