Bayern

Nach Schongau-Attacke: Zweites Mädchen raus aus Klinik

Schock nach der Schul-Attacke: Die Ermittlungen laufen weiter – jetzt gibt es neue, unerwartete Nachrichten zu den Schwerverletzten.

04.08.2026, 04:02 Uhr

Gut einen Monat nach dem Messerangriff an einem Gymnasium in Schongau befindet sich kein Opfer mehr in stationärer Behandlung. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München auf Anfrage mitteilte, wurde inzwischen auch eine 13-Jährige aus dem Krankenhaus entlassen, die bei der Tat schwer verletzt worden war. Bereits im Juli hatte eine weitere gleichaltrige Schülerin, die ebenfalls schwere Verletzungen erlitten hatte, die Klinik verlassen.

Der 16 Jahre alte Verdächtige sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird unter anderem wegen versuchten Mordes ermittelt. Nach Angaben der Ermittler gibt es Anhaltspunkte für ein extremistisches Motiv. Eine Rolle spielt dabei auch ein Schreiben, das möglicherweise von dem Jugendlichen stammt. Deshalb führt die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) die Ermittlungen.

Ermittlungen auch zur Herkunft der Pistole

Bei der Attacke am 8. Juli hatten Mitschüler den Verletzten sofort Erste Hilfe geleistet und damit vermutlich einem der Mädchen das Leben gerettet. Der mutmaßliche Angreifer wurde schließlich von Lehrkräften und Polizisten gestoppt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte den Helfern später eine staatliche Ehrung in Aussicht, etwa in Form von Rettungsmedaillen.

Nach der Tat stellten die Behörden ein Messer, eine Pistole und Munition sicher. Dem 16-Jährigen wird vorgeworfen, mit der Waffe einen Schuss abgegeben zu haben, bevor sie versagte. Nach Informationen der dpa soll der kroatische Jugendliche ausgesagt haben, die Pistole über das Darknet beschafft zu haben.

Die Ermittler prüfen daher weiterhin genau, woher die Schusswaffe stammt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft könnte gegen den Hersteller ein Verstoß gegen das Waffengesetz im Raum stehen. Weitere Einzelheiten nannte die Behörde mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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