Polizeieinsätze zum Start des Gäubodenvolksfests in Straubing
Zum ersten Wochenende des Gäubodenvolksfests in Straubing musste die Polizei mehrfach ausrücken. Nach Angaben der Beamten ging es unter anderem um sexuelle Belästigung, Diebstahl, Körperverletzung und das Zeigen von Hitlergrüßen. Das Gäubodenfest gehört zu den größten Volksfesten in Bayern.
Eine 18 Jahre alte Besucherin soll in einem Festzelt von einem 40-Jährigen unsittlich berührt worden sein. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Plastikkrokodil aus Geisterbahn gestohlen
Für einen ungewöhnlichen Vorfall sorgten am Freitag ein 23-Jähriger und ein weiterer Mann: Die beiden liefen mit einem rund drei Meter langen Plastikkrokodil über das Festgelände in Richtung Ausgang. Laut Polizei hatten sie das Deko-Objekt zuvor aus einer Geisterbahn mitgenommen. Beide sollen stark alkoholisiert gewesen sein. Gegen sie wird nun wegen Diebstahls ermittelt. Der Wert des Krokodils liegt den Angaben zufolge bei etwa 5.000 Euro.
Hitlergrüße auf dem Festgelände
Auch wegen verbotener Gesten wurde die Polizei tätig. Ein 47-Jähriger soll am Freitagabend dreimal den Hitlergruß gezeigt haben. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet, außerdem erhielt er ein Betretungsverbot für das gesamte Festgelände.
Am Samstag fiel zudem ein 22-Jähriger auf, der ebenfalls den Hitlergruß gezeigt haben soll. Er wurde zunächst vom Volksfest verwiesen. Als er später erneut zurückkam, nahm ihn die Polizei in Gewahrsam.
Verletzte nach Gewalttaten
Bereits am Eröffnungsabend wurde ein 34-Jähriger verletzt, als ihm ein Unbekannter mit einem Maßkrug ins Gesicht schlug. Der Mann musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Am zweiten Festtag kam es außerdem zu einer Schlägerei, nach der ein 30-Jähriger ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden musste.
Bargeld aus vergessener Handtasche verschwunden
Eine 24-Jährige hatte am Samstag ihre Handtasche auf einer Bank vor einem Festzelt liegen lassen. Als die Tasche später abgegeben wurde, fehlte laut Polizei Bargeld in Höhe eines dreistelligen Betrags.
Trachtenumzug blieb ruhig
Bis zum 17. August rechnen die Veranstalter mit rund 1,3 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Der Auszug zur Festwiese markierte am Freitag den Beginn von Bayerns zweitgrößtem Volksfest nach dem Münchner Oktoberfest.
Der traditionelle Trachtenumzug durch die Straubinger Innenstadt mit Festwirten und regionalen Politikerinnen und Politikern verlief nach Polizeiangaben ohne größere Zwischenfälle.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber