Bei einer Überprüfung der Durchfahrtsverbote für Ausweichverkehr entlang der staureichen A8 von München Richtung Salzburg hat die Polizei zahlreiche Autofahrer zurück auf die Autobahn geschickt. Insgesamt kontrollierten die Beamten 157 Fahrzeuge, nachdem diese die Autobahn verlassen hatten. In 132 Fällen mussten die Fahrer wieder auf die A8 zurückkehren.
Der Einsatz mit rund 70 Polizeikräften, darunter auch Unterstützung der Bereitschaftspolizei, blieb an diesem Ferien-Samstag jedoch teilweise ohne große Wirkung. Grund dafür war das ungewöhnlich geringe Stauaufkommen auf der Strecke, wodurch offenbar auch weniger Ausweichverkehr unterwegs war. Ein mehrere Kilometer langer Rückstau nach einem Unfall an der Anschlussstelle Anger im Landkreis Berchtesgadener Land löste sich nach kurzer Zeit wieder auf.
An dieser Stelle wurden alle 77 kontrollierten Fahrzeuge erneut auf die Autobahn geschickt. In der Gegenrichtung, wo es einen kleineren Stau gab, mussten von 80 überprüften Fahrzeugen 55 wieder zurück auf die A8.
Die Durchfahrtsverbote sind eine Folge von Klagen betroffener Anwohner in den Gemeinden entlang der Autobahn. Bei langen Staus weichen viele Autofahrer auf Nebenstraßen aus, sodass sich der Verkehr teils kilometerweit durch kleinere Orte in Südostoberbayern zieht. Auf diese Weise wollen viele Fahrer die Wartezeit auf der Autobahn umgehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber