Bayern

Kommt jetzt der «Bayerische Uniformtag»?

Bayern plant einen Uniformtag: Ehrenamtliche sollen freiwillig in Uniform zur Arbeit – nach nordischem Vorbild.

23.07.2026, 08:46 Uhr

CSU und Freie Wähler dringen in Bayern auf Uniformtag für Einsatzkräfte

Die Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern wollen in Bayern einen besonderen Uniformtag für Einsatzkräfte einführen. Mit einem Dringlichkeitsantrag im Landtag soll die Staatsregierung aufgefordert werden, ein solches Format auf den Weg zu bringen.

Nach den Vorstellungen der Antragsteller sollen Einsatzkräfte an einem festgelegten Tag freiwillig und nach Rücksprache mit ihrem Arbeitgeber in Uniform am Arbeitsplatz erscheinen können. Der kommunalpolitische Sprecher der Freie-Wähler-Fraktion, Roland Weigert, erklärte, so solle die Sichtbarkeit dieser Dienste im Alltag erhöht werden.

Sein Fraktionskollege Bernhard Pohl sagte, Ziel sei es, über den sichtbaren Effekt das gesellschaftliche Bewusstsein für das Engagement der Einsatzkräfte zu stärken. Als Vorbild verweisen die Fraktionen auf den in skandinavischen Ländern bekannten „Uniform at Work Day“.

Neu bekräftigte auch die CSU den Vorstoß. Der innenpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Holger Dremel, erklärte, viele Heldinnen und Helden trügen keine Umhänge, sondern Uniform. Einsatzkräfte bei Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Bundeswehr, Polizei und Justiz verdienten Respekt und Anerkennung.

Nach Dremels Worten könnte ein gemeinsamer Uniformtag zudem das Miteinander von haupt- und ehrenamtlichen Kräften stärken. Gerade im Ernstfall komme es darauf an, dass alle Hand in Hand arbeiteten – auch dazu solle der Aktionstag beitragen.

Der geplante Uniformtag richtet sich laut Antrag an ehrenamtliche und hauptberufliche Kräfte. Genannt werden insbesondere Mitglieder der Feuerwehren, der freiwilligen Hilfsorganisationen, des THW-Landesverbands Bayern sowie Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, vor allem Reservisten. Auch weitere uniformtragende Berufsgruppen wie Polizei sowie der Justizvollzugs- und Justizwachtmeisterdienst sollen den Vorstoß solidarisch unterstützen können.

Viele hauptamtliche Einsatzkräfte tragen ihre Uniform im Berufsalltag allerdings bereits regulär am Arbeitsplatz.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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