Das Bundesverteidigungsministerium hat die Standorte für 24 neue Musterungszentren bestimmt. Ab Mitte 2027 sollen dort junge Menschen auf ihre körperliche, psychische und geistige Tauglichkeit für den Dienst in der Bundeswehr geprüft werden. Auch Bayern ist dabei berücksichtigt. Hintergrund ist das geplante Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, mit dem eine möglichst flächendeckende und effiziente Musterung geschaffen werden soll.
An 16 bereits bestehenden Bundeswehr-Standorten sollen die Zentren außerhalb militärischer Liegenschaften eingerichtet werden. Vorgesehen sind Standorte in Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden.
Drei zusätzliche Standorte in Bayern
Zusätzlich plant das Ministerium acht weitere Zentren. Davon sollen drei in Bayern entstehen: in Kempten, Regensburg und Würzburg.
Die Würzburger CSU-Bundestagsabgeordnete Hülya Düber wertete die Entscheidung als wichtiges Zeichen für die Region. Aus ihrer Sicht unterstreicht der Standort die Bedeutung Würzburgs für die deutsche Sicherheitsstruktur. Außerdem könne das Zentrum neue Arbeitsplätze schaffen und die Präsenz der Bundeswehr vor Ort stärken.
Auch der Regensburger CSU-Abgeordnete Peter Aumer begrüßte die Pläne. Er sprach von einem deutlichen Signal für Regensburg und die Oberpfalz. Das neue Zentrum könne helfen, die personelle Ausstattung der Streitkräfte zu verbessern und damit die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu stärken.
Weitere Musterungszentren sind in Offenburg, Bielefeld, Braunschweig, Dortmund und Jena vorgesehen. Nach Angaben des Ministeriums soll das erste Zentrum voraussichtlich noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion