Bayern

Herrmanns Plan: 2.000 für die Sicherheitswacht?

Sie wirken wie Polizei, sind aber keine: Warum Bayerns Sicherheitswacht jetzt massiv wachsen soll, überrascht viele.

12.10.2026, 15:02 Uhr

Bayern plant weiteren Ausbau der Sicherheitswacht

Bayern will die Sicherheitswacht weiter vergrößern. Trotz zuletzt leicht gesunkener Mitgliederzahlen hält Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an dem Ziel fest, die Zahl der Ehrenamtlichen auf 2.000 zu steigern.

Nach Angaben Herrmanns engagieren sich derzeit mehr als 1.430 Frauen und Männer in etwa 270 Städten und Gemeinden im Freistaat für die Sicherheitswacht. Bei der 10. Landeskonferenz in Nürnberg erklärte der Minister, das Ehrenamt solle in den kommenden Jahren weiter gestärkt und personell ausgebaut werden.

Herrmann hob hervor, dass die Sicherheitswacht seit über drei Jahrzehnten zur Sicherheit im öffentlichen Raum beitrage und zugleich das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erhöhe. Die Mitgliederzahl war in den vergangenen Jahren überwiegend gestiegen: 2015 lag sie bei rund 800, 2021 bei knapp 1.250. Zwischenzeitlich waren auch schon mehr als 1.500 Helfer gemeldet worden, aktuell liegt die Zahl allerdings etwas darunter.

Neue Dienstausweise ab 2026

Äußerlich ähneln die Angehörigen der Sicherheitswacht in mancher Hinsicht der Polizei. Sie tragen unter anderem dunkelblaue Dienstkleidung im Stil der Polizeiuniform. Dennoch handelt es sich nicht um Polizeibeamte, und polizeiliche Kernaufgaben dürfen sie nicht übernehmen.

Ihre Aufgabe besteht vielmehr darin, die Polizei zu unterstützen, etwa bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Straßenkriminalität. Dazu sind sie auf Streife unterwegs, dürfen Personen ansprechen und in bestimmten Fällen Platzverweise aussprechen.

Zur Ausstattung gehören Funkgerät, Taschenlampe, Reizstoffsprühgerät und ein Erste-Hilfe-Set. Seit Anfang 2026 erhalten die Ehrenamtlichen zudem einen neuen Dienstausweis im Scheckkartenformat. Laut Innenministerium orientiert sich dessen Gestaltung am Polizeidienstausweis und soll die enge Verbindung zwischen Sicherheitswacht und bayerischer Polizei unterstreichen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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