Bistum Würzburg plant Neubau für Grundschule „Elisabethenheim"
Trotz des Spardrucks hält das Bistum Würzburg an seinem Engagement im Bereich der kirchlichen Schulen fest. Für die Grundschule „Elisabethenheim“ in der Würzburger Innenstadt ist ein Neubau vorgesehen. Nach Angaben des Bistums ist das bisherige Schulgebäude stark sanierungsbedürftig und kann wirtschaftlich nicht sinnvoll erneuert werden. Deshalb soll bis zum Schuljahr 2029/2030 ein neues Schulhaus für bis zu 190 Kinder entstehen. Geplant ist der Standort direkt am Kilianeum in der Nähe der Residenz.
Bevor der Neubau beginnen kann, muss zunächst ein älteres Gebäude aus Beton abgerissen werden. Die Gesamtkosten werden derzeit auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Rund die Hälfte davon soll der Freistaat Bayern übernehmen. Eine genaue Summe lasse sich wegen des frühen Planungsstands noch nicht nennen, die Finanzierung sei jedoch gesichert.
Drei Schulen in Trägerschaft der Diözese
Insgesamt betreibt die Diözese Würzburg drei Schulen. Neben dem „Elisabethenheim“ gehören dazu auch das Vinzentinum in Würzburg mit Grund- und Mittelschule sowie die Theresa-Gerhardinger-Realschule in Amorbach im Landkreis Miltenberg.
Viele katholische Bistümer in Bayern stehen seit Jahren unter finanziellem Druck. In diesem Zusammenhang wird mancherorts auch über die Abgabe von Schulträgerschaften nachgedacht. Für die Schulen des Bistums Würzburg ist ein solcher Schritt nach Angaben der Diözese jedoch weder aus finanzieller noch aus strategischer Sicht vorgesehen.

Deutlich mehr Anmeldungen als Plätze
Das Interesse an der Grundschule „Elisabethenheim“ ist laut Bistum groß: Auf einen Schulplatz kommen derzeit etwa doppelt so viele Anmeldungen. Beide Würzburger Bistumsschulen befinden sich bereits seit 1853 in kirchlicher Trägerschaft.
Der geplante Neubau soll Kindern möglichst für die kommenden 30 Jahre gute Lernbedingungen bieten. Vorgesehen ist außerdem eine Ganztagsbetreuung im Hort von 6.30 bis 18.00 Uhr. Inhaltlich setzt die Schule auf eine christlich-soziale Erziehung sowie auf eine enge Zusammenarbeit im musikpädagogischen Bereich mit der Würzburger Dommusik. Bauherrin des Projekts ist das Bistum Würzburg.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber