Bayern

Bayern brennt: Feuerwehr kämpft weiter

Hitze, Dürre, Flammen: In Bayern spitzt sich die Waldbrand-Lage zu. Mehrere Feuer sorgen für Alarm – so dramatisch ist es.

01.08.2026, 13:31 Uhr

Waldbrände in Bayern: Sieben Verletzte in der Oberpfalz, aufwendige Nachlöscharbeiten in den Alpen

Mehrere Waldbrände haben die Feuerwehren in Bayern bei Hitze und extremer Trockenheit weiter stark beschäftigt. Im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz wurden bei einem Feuer auf dem Johannisberg bei Freudenberg nach Angaben des Landratsamts sieben Einsatzkräfte verletzt.

Der Brand war am Freitagabend entdeckt worden. Mehrere hundert Kräfte rückten an, um die Flammen auf einer Fläche von rund 5,7 Hektar zu bekämpfen. Unterstützt wurden sie von einem Hubschrauber, der insgesamt mehr als 10.000 Liter Löschwasser abwarf. Auch eine Straße wurde zeitweise gesperrt.

Am Samstagvormittag gab es dann Entwarnung: Das Feuer ist unter Kontrolle und breitet sich derzeit nicht weiter aus. Die Löscharbeiten dürften nach Einschätzung der Feuerwehr aber noch mehrere Tage andauern, ebenso die Rauchentwicklung. Vor allem das unwegsame Gelände erschwert den Einsatz, einige Bereiche sind nur zu Fuß erreichbar. Für Anwohner besteht laut Landratsamt derzeit keine Gefahr.

Aufwendige Nachlöscharbeiten in den Chiemgauer Alpen

In den Chiemgauer Alpen bei Unterwössen im Landkreis Traunstein konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf Nachlöscharbeiten. Seit dem Morgen wird im steilen Gelände nach verbliebenen Glutnestern gesucht, wie ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein mitteilte.

Besonders entlang des Grats sind viele Glutstellen schwer erreichbar. Manche können nicht per Hubschrauber angeflogen werden, sondern nur durch Einsatzkräfte in Seilschaften. Deshalb müssen die sichersten und geeignetsten Routen sorgfältig geplant werden. Vor Ort sind ein Hubschrauber sowie rund 60 Kräfte von Feuerwehr und Bergwacht im Einsatz.

Der Brand im Bergwald nahe der Lackenbergwand war am Mittwochabend entdeckt worden. Hohe Temperaturen und extreme Trockenheit hatten die Löscharbeiten deutlich erschwert. Zwischenzeitlich war sogar der Katastrophenfall ausgerufen worden. Seit Freitag gilt das Feuer als gelöscht.

In der Nacht kontrollierte eine Drohne mit Wärmebildfunktion das Gebiet. Dabei wurden zwar vereinzelt Rauch und Glutnester festgestellt, ein erneutes Aufflammen des Brandes blieb jedoch aus.

Die zuvor gesperrte Bundesstraße 305 und der Wössener See sind inzwischen wieder freigegeben. Das Gebiet rund um die Lackenbergwand darf aber weiterhin nicht betreten werden.

Blitzschlag löst Feuer am Hochstaufen aus

Auch im Raum Bad Reichenhall sind Einsatzkräfte weiter mit Löscharbeiten beschäftigt. Dort hatte am Freitagabend ein Blitzeinschlag an der Südseite des Hochstaufens einen Brand ausgelöst.

Nach Angaben der Polizei half Regen dabei, die Flammen einzudämmen. Dennoch müssen verbliebene Glutnester weiter bekämpft werden, teils in Handarbeit. Insgesamt ist das Ausmaß des Feuers nach bisherigen Erkenntnissen überschaubar.

Die Stadt Bad Reichenhall und die Feuerwehr warnten jedoch davor, sich im Bereich des Hochstaufens aufzuhalten. Das Gebiet gilt weiterhin als gefährlich und sollte gemieden werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen