Bayern

Drohnen-Alarm: Sperrzone am Flughafen München missachtet

Wiesn-Warnung am Airport: Trotz XXL-Drohnenverbots bei München ignorierten Hobbyflieger die Regeln – mit brisanten Folgen.

01.10.2026, 09:35 Uhr

Mehrere Freizeitten mit ihren Drohnen gegen die während des Oktoberfests geltenden, verschärften Flugbeschränkungen im Bereich des Münchner Flughafens verstoßen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte, kam es in zwei Fällen deshalb zu vorübergehenden Beeinträchtigungen des Flugbetriebs.

Die Polizei appellierte an alle Drohnenpiloten, sich vor jedem Start über die aktuell geltenden Regeln zu informieren. Zugleich warnte sie vor möglichen hohen Kosten und strafrechtlichen Konsequenzen. Die jeweiligen Vorgaben können auf der Digitalen Plattform unbemannte Luftfahrt des Bundesverkehrsministeriums unter www.dipul.de eingesehen werden.

Sechs-Kilometer-Sperrzone rund um den Tower

Anlässlich des Oktoberfests wurde das Drohnenflugverbot am Flughafen auf einen Radius von sechs Kilometern um den Tower ausgeweitet. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gab es keine Hinweise auf ein politisches Motiv. Vielmehr habe es sich um Hobby-Drohnenflieger gehandelt, deren Geräte in den gesperrten Bereich geraten waren.

Während der Wiesn ist der Flugverkehr in München besonders hoch, da zahlreiche internationale Besucher anreisen. Die Lufthansa rechnet allein in den 16 Festtagen mit rund 1,7 Millionen Passagieren in München.

Die Polizei wies außerdem darauf hin, dass Airlines und Flughafenbetreiber bei Störungen des Betriebs von den verantwortlichen Drohnenlenkern Schadenersatz in Höhe von mehreren tausend Euro verlangen können. Wird zudem die Sicherheit des Luftverkehrs gefährdet, droht darüber hinaus ein Strafverfahren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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