Bayerische Polizei schließt Erneuerung ihrer Hubschrauberflotte ab
Nach über vier Jahren Vorbereitung hat die bayerische Polizei ihre gesamte Helikopterflotte ausgetauscht. Im Airbus-Werk in Donauwörth nahmen Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) die achte und letzte neue Maschine offiziell entgegen. Künftig kommen größere Hubschrauber vom Typ H145 zum Einsatz, die die bisherigen EC135-Modelle ablösen. Insgesamt investierte der Freistaat dafür rund 145 Millionen Euro.
Herrmann sprach von dem derzeit modernsten und leistungsstärksten Polizeihubschrauber weltweit. Die neuen Maschinen seien mit hochauflösender Kameratechnik und moderner Kommunikation ausgestattet. Vor allem für Einsätze von Spezialeinheiten bringe das Vorteile: Statt bislang vier können nun bis zu acht Einsatzkräfte gleichzeitig transportiert werden. Söder betonte zudem, die neuen Hubschrauber seien schneller, hätten eine größere Reichweite und könnten länger in der Luft bleiben. Damit erhalte die Polizei eine Ausrüstung auf Spitzenniveau.
Deutlich mehr Leistung bei Waldbränden
Auch bei der Brandbekämpfung in Wäldern bieten die neuen Helikopter mehr Möglichkeiten. Sie können bis zu 800 Liter Wasser über einem Brandgebiet abwerfen und damit 300 Liter mehr als die bisherigen Modelle. Beim Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Bergen nahe Ruhpolding im Landkreis Traunstein hatten die H145-Maschinen ihre Leistungsfähigkeit bereits vor wenigen Wochen unter Beweis gestellt.

Den Auftrag für die neuen Hubschrauber hatte Bayern Ende 2021 nach einer europaweiten Ausschreibung an Airbus Helicopters in Donauwörth vergeben. Die ersten beiden Maschinen wurden im Frühjahr 2023 geliefert. Die vorherige Flotte, die ebenfalls aus acht Helikoptern bestand, war mehr als zehn Jahre lang bei der Polizei im Dienst.
Stationiert ist die Polizeihubschrauberstaffel am Flughafen München sowie an einem Standort in Roth bei Nürnberg. Eingesetzt werden die Maschinen unter anderem bei Rettungs- und Bergeaktionen im Gebirge, bei der Suche nach Vermissten sowie bei der Fahndung nach Straftätern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion