Bayern

Bayerns Karpfensaison ist da

Karpfen-Comeback in Bayern: Warum jetzt wieder fangfrischer Fisch aus heimischen Teichen auf so vielen Tellern landet

05.09.2026, 04:30 Uhr

Karpfensaison in Bayern gestartet

In Bayern hat die Karpfensaison begonnen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums rechnen die Teichwirte in diesem Jahr mit einer Abfischmenge von etwa 4.000 bis 4.500 Tonnen. Trotz günstiger Produktionsbedingungen bleibt die erwartete Ernte damit vergleichsweise niedrig. Als wesentlicher Grund gelten Verluste durch Fressfeinde, insbesondere durch den Fischotter.

Zum offiziellen Saisonauftakt besuchten Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (beide CSU) kürzlich Weisendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Rainer betonte, dass Karpfenteiche in Bayern seit Jahrhunderten ganze Landschaften prägen und zugleich wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten darstellen. Wer regionalen Karpfen kaufe, entscheide sich für hochwertige heimische Produkte, stärke familiengeführte Betriebe und helfe dabei, eine lange Tradition zu erhalten.

Mittelfranken und Oberpfalz sind die wichtigsten Regionen

Kaniber sprach den rund 8.000 Familienbetrieben ihren Dank aus. Diese bewirtschaften etwa 40.000 Teiche im Freistaat. Von den insgesamt 42.000 Hektar Karpfenteichen in Deutschland liegen dem Ministerium zufolge knapp 20.000 Hektar in Bayern.

Die Schwerpunkte der bayerischen Karpfenzucht befinden sich in Mittelfranken und in der Oberpfalz. Aus beiden Regionen stammt jeweils mehr als ein Drittel der erzeugten Karpfen.

Nach Ministeriumsangaben erfolgt die Karpfenproduktion in Bayern ausschließlich in kleinen Teichen, die im Schnitt 0,4 Hektar groß sind. Kaniber hob hervor, dass diese besonders extensive und naturnahe Form der Erzeugung weltweit einmalig sei.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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