Fußball

WM-Nachspiel: Paredes für zehn Spiele raus!

Nach dem WM-Finaldrama greift die FIFA hart durch: Paredes kassiert 10 Spiele Sperre – und er ist nicht der Einzige.

21.08.2026, 16:22 Uhr

FIFA sperrt Paredes nach Tumulten im WM-Finale für zehn Länderspiele

Der Weltfußballverband FIFA hat den argentinischen Nationalspieler Leandro Paredes nach den Ausschreitungen im Anschluss an das verlorene WM-Finale gegen Spanien mit einer Sperre von zehn Länderspielen belegt. Zusätzlich muss er 90.000 US-Dollar zahlen. Die Strafe wurde von der Disziplinarkommission ausgesprochen.

Neben Paredes traf es weitere Beteiligte. Sein Teamkollege Nahuel Molina wurde für sieben Spiele gesperrt und ebenfalls zu 90.000 US-Dollar Geldstrafe verurteilt. Thiago Almada erhielt eine Sperre von einer Partie sowie eine Geldstrafe von 30.000 Dollar. Argentiniens Co-Trainer Roberto Ayala muss drei Spiele aussetzen und 30.000 Dollar zahlen. Auf spanischer Seite wurde Gavi für ein Spiel gesperrt und mit 30.000 Dollar belangt.

Hohe Strafe auch für den argentinischen Verband

Auch der argentinische Fußball-Verband AFA wurde sanktioniert. Wegen mehrerer Verstöße verhängte die FIFA eine Geldstrafe von insgesamt 321.000 US-Dollar. Davon sollen 100.000 Dollar in ein Programm gegen Diskriminierung fließen. Zudem darf Argentinien bei den nächsten beiden Heimspielen nur jeweils die Hälfte der maximalen Stadionkapazität ausschöpfen. Ein Teil der Sanktionen wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die FIFA begründete das Vorgehen gegen den Verband unter anderem mit Fehlverhalten der Mannschaft, diskriminierenden und rassistischen Beleidigungen, der Nutzung von Sportveranstaltungen für politische Botschaften sowie Verstößen gegen Ordnung und Sicherheit.

Grundlage der Urteile ist ein Bericht des Disziplinar- und Ethikanklägers zu den Vorfällen vom 19. Juli beim WM-Endspiel in East Rutherford. Nach dem Schlusspfiff war es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, die laut FIFA vor allem von argentinischer Seite ausgingen. Beide Seiten können binnen zehn Tagen eine schriftliche Begründung anfordern.

Paredes griff Gavi an

Paredes hatte sich nach Spielende zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Bei den Rangeleien packte er Spaniens Gavi am Trikot, traf ihn mit der Hand im Gesicht und stieß ihn zu Boden. Zuvor hatte er bereits Eric Garcia geschubst. Gavi blieb der einzige spanische Spieler, gegen den ermittelt wurde.

Für zusätzliche Empörung sorgte Argentiniens Co-Trainer Ayala, der den spanischen Mittelfeldspieler Dani Olmo heftig anging. Olmo nahm eine spätere Entschuldigung nicht an.

Bei den Ermittlungen spielte auch ein politisches Banner eine Rolle: Nach dem 2:1 im Halbfinale gegen England hatten argentinische Spieler auf dem Platz ein Transparent mit Bezug auf die Falkland-Inseln gezeigt. Die FIFA wertete dies ebenfalls als Teil der untersuchten Verstöße.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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