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Wie konnte ein Mädchen im Kita-Bus sterben?

Schock in Portugal: Eine Mutter will ihr Kind aus der Kita holen – doch dann kommt ans Licht, wo das Mädchen seit Stunden war.

24.07.2026, 11:19 Uhr

In Portugal ist ein Kleinkind auf dem Weg in den Kindergarten unter tragischen Umständen ums Leben gekommen. Das etwa eineinhalb Jahre alte Mädchen wurde am Donnerstagmorgen in Almada, südlich von Lissabon, von einer Frau in einem Kleinbus zur Kita gebracht. Nach Angaben der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa blieb das Kind jedoch im Fahrzeug zurück und wurde dort vergessen.

Erst rund acht Stunden später fiel auf, dass das Mädchen fehlte — als die Mutter es am Nachmittag abholen wollte. Kurz darauf entdeckte man das Kind reglos in dem etwa einen Kilometer entfernt abgestellten Kleinbus. Die Polizei untersucht derzeit noch die genaue Todesursache.

Ermittlungen zum Ablauf

Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich das Mädchen seit etwa 8 Uhr morgens im Fahrzeug. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht nun die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass die Betreuerin das Kind beim Aussteigen nicht bemerkte. Üblicherweise werden in solchen Situationen die Kinder zusätzlich gezählt.

Als das Mädchen gefunden wurde, war es laut Polizei bereits bewusstlos. Rettungskräfte versuchten noch, es wiederzubeleben, konnten ihr Leben jedoch nicht mehr retten. Der Kindergarten erklärte, nach dem Eintreffen der Mutter sei sofort jemand zu dem Fahrzeug gelaufen.

Gefahr durch Hitze im Auto

Immer wieder sterben im Sommer Säuglinge und Kleinkinder, nachdem sie in Fahrzeugen zurückgelassen wurden. Autos, die in der Sonne stehen, heizen sich in kurzer Zeit stark auf. Dadurch können im Innenraum schnell lebensgefährliche Temperaturen entstehen. Nach Angaben des ADAC werden bei einer Außentemperatur von 24 Grad schon nach zehn Minuten im Wageninneren etwa 31 Grad erreicht.

Psychologische Hilfe für die Familie

Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurde auch ein Kriseninterventionsteam eingeschaltet. Dessen Aufgabe ist es, die Eltern des Kindes psychologisch zu betreuen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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