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Warum faltbare Fächer alle wollen

Dieses Retro-Accessoire erobert den Sommer – und mit frechen Sprüchen wird jeder Hitzetag plötzlich cooler.

26.06.2026, 06:00 Uhr

Wer derzeit in der U-Bahn unterwegs ist oder ein Open-Air besucht, sieht sie überall: Handfächer erleben bei sommerlicher Hitze ein deutliches Comeback. Die zusammenklappbaren Helfer sind in vielen Varianten erhältlich – von floralen Motiven über Tiermuster bis hin zu Modellen mit humorvollen Aufdrucken.

Fächer als Sommertrend

Nach Einschätzung von Larissa Gleich, die in Berlin ein Unternehmen für Fächer aus Bambus und Polyester betreibt, gehören die Accessoires in diesem Sommer klar zu den Trends. Nicht nur in der Hauptstadt steige mit den Temperaturen auch das Interesse an den praktischen Luftmachern.

Auch Kulturorte reagieren auf die Hitze

Auf Erfrischung durch Fächer setzt inzwischen auch das Berliner Ensemble. Das Theater teilte mit, man habe sich auf die hohen Temperaturen eingestellt – unter anderem mit einer Nebeldusche im Hof, gratis ausgegebenen Fächern und gekühltem Wasser. Auch beim Berlin Tennis Open war zuletzt zu beobachten, wie Zuschauerinnen und Zuschauer sich mit Fächern Abkühlung verschafften.

Neben klassischen Fächern fallen im Stadtbild und in öffentlichen Verkehrsmitteln zudem immer häufiger kleine tragbare Ventilatoren auf, die viele Menschen bei schweißtreibendem Wetter aus ihren Taschen holen.

Lange Tradition des Fächers

Historische Fächer gelten heute als wertvolle Sammel- und Museumsobjekte. Faltfächer sollen sich ab dem 16. Jahrhundert von Ostasien aus in Europa verbreitet haben. Früher standen sie teils für Status und Einfluss, dienten aber zugleich ganz praktisch dazu, Hitze zu lindern und Insekten fernzuhalten.

Hitzeschutz Dresden
Fächer gewissermaßen als faltbare Windmaschinen sind gefragt. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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