Zahl der Todesopfer in Venezuela steigt auf 235
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der bestätigten Todesfälle auf 235 gestiegen. Nach Angaben von Gesundheitsminister Carlos Alvarado, die er im Fernsehsender VTV machte, wurden bislang mehr als 4.300 Verletzte in staatlichen Krankenhäusern versorgt. Die meisten Betroffenen hätten nur leichte Verletzungen erlitten, unter ihnen seien jedoch auch Menschen mit mittelschweren und schweren Schäden.
Am Mittwoch hatten zwei starke Erdstöße der Stärken 7,2 und 7,5 vor allem den Norden und das Zentrum des Landes erschüttert. Zwischen beiden Beben lagen lediglich 39 Sekunden.
Nach früheren Aussagen von Parlamentspräsident Jorge Rodríguez werden noch etwa 200 Menschen unter den Trümmern vermutet. Diese Zahl dürfte sich allerdings nur auf bereits lokalisierte Verschüttete beziehen. Hinweise deuten darauf hin, dass insgesamt noch deutlich mehr Menschen eingeschlossen sein könnten.
Rodríguez sprach von der schwersten Naturkatastrophe, die Venezuela in den vergangenen 30 Jahren erlebt habe. Etwa 250 Gebäude seien vollständig zerstört oder schwer beschädigt worden. Dazu zählen acht Krankenhäuser, 20 Einkaufszentren und 68 öffentliche Einrichtungen.
Besonders hart trifft die Katastrophe ein Land, das seit Jahren unter einer tiefen wirtschaftlichen Krise und politischen Spannungen leidet. Bereits mehrere Millionen Venezolaner haben deshalb in den vergangenen Jahren ihre Heimat verlassen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber