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Schon wieder! Hai-Alarm an Sydneys Stränden

Nach der Horror-Attacke auf eine Schwimmerin tauchen vor Sydney weiter Haie auf. Strände schließen erneut – die Mutter kämpft sich zurück.

26.06.2026, 05:52 Uhr

Mehrere Strände in Sydney werden seit inzwischen vier Tagen immer wieder geschlossen, nachdem erneut Haie gesichtet wurden. Betroffen ist auch der berühmte Bondi Beach. Nach Angaben der Hai-Warnplattform Shark Smart des Bundesstaats New South Wales entdeckten Rettungsteams und Drohnen am Morgen Ortszeit erneut Tiere vor den Stränden Tamarama und Bronte im Osten der Millionenstadt. Für Badegäste bleibt der Zugang zum Wasser dort vorerst verboten, während die Behörden die Situation weiter beobachten.

In den vergangenen Tagen hatte die Online-Plattform Drone Shark App unter anderem Bilder eines Weißen Hais vor Bondi Beach veröffentlicht. Auch andere potenziell gefährliche Haiarten sollen in dem Gebiet beobachtet worden sein. Bereits am Donnerstag waren Surfer per Lautsprecherdurchsage aufgefordert worden, das Wasser sofort zu verlassen, nachdem ein Hai in unmittelbarer Nähe entdeckt worden war.

Schock nach schwerem Angriff

Für zusätzliche Unruhe sorgt ein schwerer Haiangriff vor rund zwei Wochen am nahe gelegenen Coogee Beach, der in ganz Australien Bestürzung ausgelöst hatte. Eine 35-jährige Frau war dort am 13. Juni beim Schwimmen nahe der Küste mutmaßlich von einem Weißen Hai attackiert und lebensgefährlich verletzt worden. Um ihr Leben zu retten, mussten Ärzte ihr einen Arm amputieren. Zudem erlitt sie schwere Verletzungen an einem Bein.

Wie ihre Familie inzwischen mitteilte, hat sich ihr Zustand deutlich gebessert. Laut einem Bericht des Sydney Morning Herald ist die Mutter nicht mehr in Lebensgefahr, wieder bei Bewusstsein und ansprechbar. Demnach konnte sie seit dem Angriff auch erstmals ihre kleine Tochter wiedersehen. Ihr Bruder erklärte zudem, dass sie sich an die Ereignisse genau erinnern könne. Allerdings stehen noch weitere Operationen bevor.

Erneute Diskussion über den Umgang mit Haien

Der Angriff hat die in Australien seit Jahren geführte Debatte über Maßnahmen gegen Haie erneut entfacht. Nach solchen Vorfällen werden immer wieder Rufe nach einer Keulung laut. Fachleute betonen jedoch, dass der Nutzen solcher Eingriffe wissenschaftlich kaum nachweisbar sei. Außerdem stehen Weiße Haie unter strengem Schutz.

Die Behörden in New South Wales setzen deshalb verstärkt auf technische Lösungen wie Drohnen, elektronische Überwachung und weitere Warnsysteme. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass sich ein Restrisiko im Meer niemals vollständig ausschließen lässt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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