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U-Haft fix: Høiby verzichtet auf Berufung

Nach dem 4-Jahres-Urteil wollte Mette-Marits Sohn sofort aus der U-Haft. Das Gericht blockte ab – jetzt gibt er offenbar auf.

24.06.2026, 12:51 Uhr

Marius Borg Høiby (29), der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, will sich Medienberichten zufolge vorerst mit seiner Untersuchungshaft bis Mitte Juli abfinden. Wie sein Anwalt der Zeitung Aftenposten sagte, werde Høiby gegen die entsprechende Gerichtsentscheidung keine Berufung einlegen.

In der vergangenen Woche war Høiby in Oslo zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden, unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht. Noch am Tag des Urteils hatte er beantragt, aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden, um bei seiner schwer erkrankten Mutter sein zu können. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an der unheilbaren Lungenfibrose und hatte sich vor Kurzem einer Lungentransplantation unterzogen. Das Gericht wies den Antrag jedoch zurück.

Berufungsverfahren wohl frühestens im kommenden Jahr

Laut Anwalt Petar Sekulic akzeptiert sein Mandant diese Entscheidung nun. Høiby befindet sich seit Anfang Februar in Untersuchungshaft, nachdem er erneut gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer früheren Freundin verstoßen haben soll. Mehrere Anträge auf Freilassung blieben bislang erfolglos.

Die Gerichte begründeten dies mit der Sorge, Høiby könne erneut Kontakt zu seiner Ex-Freundin suchen. Zudem sahen sie die Gefahr weiterer Gewalttaten gegen die Frau.

Sollte sich das Verfahren durch eine Berufung deutlich in die Länge ziehen, müssten nach Auffassung des Gerichts auch Alternativen wie eine elektronische Fußfessel geprüft werden. Dass sich der Fall hinzieht, gilt als wahrscheinlich: Høiby will das Urteil wegen insgesamt 34 Straftaten nicht hinnehmen. Seine Verteidiger haben bereits angekündigt, Berufung einzulegen. Norwegische Medien berichten, dass ein entsprechender Prozess womöglich erst im kommenden Jahr beginnen könnte.

Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby wollte aus der U-Haft freikommen, um bei seiner kranken Mutter zu sein. (Archivbild) Quelle: Lise Aserud/NTB/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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