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Tod am Gardasee: Deutscher stürzt mit Gleitschirm ab

Schon wieder tödlicher Absturz am Gardasee: Ein 61-jähriger Urlauber verliert direkt nach dem Start die Kontrolle – jede Hilfe zu spät.

13.07.2026, 21:35 Uhr

Beim Absturz mit einem Gleitschirm am Gardasee ist ein 61-jähriger Deutscher ums Leben gekommen. Nach Angaben der italienischen Polizei verlor der Mann kurz nach dem Start von einem Berg nahe der Gemeinde Malcesine aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Schirm. Er stürzte in die Tiefe und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Der Deutsche war am Montag kurz nach 17 Uhr von einem Hang des Monte Baldo gestartet. Das Gebirge mit zahlreichen über 2.000 Meter hohen Gipfeln liegt an der Ostseite des nördlichen Gardasees. Die Region gilt unter Gleitschirmfliegern aus vielen europäischen Ländern als besonders beliebt, nicht zuletzt wegen des Panoramablicks auf den See und der oft günstigen Thermik für längere Flüge.

Beliebtes Fluggebiet am Monte Baldo

Der wichtigste Startplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe der Seilbahnstation oberhalb von Malcesine. Von dort aus überwinden Piloten bis zum Landeplatz am Ufer rund 1.700 Höhenmeter. Die Flüge dauern häufig etwa eine halbe Stunde oder sogar länger. Die Polizei leitete nach dem tödlichen Unglück die üblichen Ermittlungen ein. Nähere Angaben zur Herkunft des Verstorbenen machten die Behörden zunächst nicht.

Bereits am Wochenende hatte es in den Alpen zwei weitere tödliche Paragliding-Unfälle gegeben. In Tirol kam eine 28-jährige Frau aus Hessen ums Leben, nachdem sie mit ihrem Schirm gegen einen Baum geprallt war. In Südtirol starb zudem ein italienischer Pilot bei einem Tandemflug. Seine 29-jährige deutsche Passagierin blieb unverletzt.

Schon mehrere tödliche Unglücke in diesem Sommer

Auch rund um den Gardasee hatte es in den vergangenen Wochen bereits tödliche Vorfälle beim Paragliding gegeben. Seit Anfang Juni starben dort ein 37 Jahre alter Schweizer und ein 48-jähriger Deutscher. Darüber hinaus wurden bei mehreren weiteren Unfällen Freizeitsportler verletzt, teils schwer.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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