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Thailand-Schock: 13-Jähriger stirbt nach Quallenstich

Ein Stich, Minuten bis zur Lebensgefahr: In Thailand starb ein 13-Jähriger nach Quallenstich. Was folgt jetzt?

04.08.2026, 05:49 Uhr

13-Jähriger stirbt nach Würfelquallen-Stich in Südthailand

Im Süden Thailands ist ein 13 Jahre alter Junge nach einem Stich einer hochgiftigen Würfelqualle ums Leben gekommen. Nach Angaben des Senders Thai PBS unter Berufung auf die Behörde für Meeres- und Küstenschutz (DMCR) wurde der Jugendliche am Samstag beim Baden am Ban Fai Tha Beach in der Provinz Nakhon Si Thammarat verletzt.

Die auch als Seewespe bekannte Würfelqualle zählt zu den gefährlichsten Meerestieren weltweit. In Australien trägt sie den Namen Box Jellyfish (Chironex fleckeri). Ihr Gift löst in der Regel sofort heftige Schmerzen aus und kann innerhalb weniger Minuten Herz, Atmung und Nervensystem so stark beeinträchtigen, dass Lebensgefahr besteht.

Tödliche Gefahr im Indopazifik

Seewespen kommen vor allem an den Nord- und Ostküsten Australiens in flachen Gewässern vor, sind aber im gesamten Indopazifik verbreitet. Auch in Thailand gab es in den vergangenen Jahren wiederholt schwere und teils tödliche Vorfälle. Betroffen waren unter anderem die beliebten Urlaubsinseln Koh Samui und Koh Phangan im Golf von Thailand. Dort starben bereits 2014 ein französischer Junge, 2015 eine junge Deutsche und 2021 ein Kind aus Israel nach Quallenstichen.

Der Strand, an dem sich der aktuelle Vorfall ereignete, liegt rund 800 Kilometer südlich von Bangkok am Golf von Thailand. Die Region ist vor allem bei einheimischen Urlaubern gefragt und international weniger bekannt.

Behörden verstärken Warnungen und Schutzmaßnahmen

Nach dem Todesfall haben die zuständigen Stellen ihre Warnhinweise verschärft und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen entlang der Küste angeordnet. DMCR-Leiter Pinsak Suraswadi erklärte, die Regionalbüros seien angewiesen worden, gemeinsam mit Provinzverwaltungen, Gesundheitsbehörden und Strandbetreibern gefährdete Küstenabschnitte laufend zu kontrollieren und die Bevölkerung frühzeitig zu informieren.

Würfelqualle
Der Stich einer Würfelqualle kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. (Archivbild) Quelle: Nic_Bothma/epa/dpa

Richtiges Verhalten nach einem Stich

Die Behörden riefen Badegäste dazu auf, bei Sichtungen giftiger Quallen nicht ins Wasser zu gehen, den Anweisungen von Rettungsschwimmern unbedingt Folge zu leisten und Quallen niemals mit bloßen Händen anzufassen.

Kommt es zu einem Stich, sollen Betroffene sofort aus dem Wasser gebracht werden. Die Verletzung sollte anschließend mindestens 30 Sekunden lang mit Haushaltsessig gespült werden. Davor, Süßwasser oder Alkohol auf die betroffene Stelle zu geben oder die Haut zu reiben, wurde ausdrücklich gewarnt, da dadurch zusätzliches Gift freigesetzt werden kann.

An mehreren gefährdeten Stränden in Thailand wurden daher Essig-Notfallstationen eingerichtet. In Australien gehören Essig und Schutznetze an vielen Badestränden während der Quallensaison bereits seit Langem zu den üblichen Sicherheitsmaßnahmen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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