Ermittlungen nach tödlicher Attacke an schwedischer Schule ausgeweitet
Nach dem tödlichen Schwertangriff an einer Schule in Schweden richtet sich eine weitere Ermittlung gegen eine 15-Jährige. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, möglicherweise eine Tötungstat vorbereitet zu haben.
Nach Angaben der Behörde hielt sich das Mädchen in derselben Online-Szene auf wie der 18-Jährige, der wegen Mordverdachts und versuchten Mordes im Zusammenhang mit der Tat an der Schule in Fagersta in Untersuchungshaft sitzt. Im Zuge der Ermittlungen seien zudem umfangreiche Chatverläufe entdeckt worden, an denen mehrere junge Menschen beteiligt gewesen sein sollen.
Wohnung durchsucht, Jugendliche vom Sozialdienst betreut
Die Polizei durchsuchte den Wohnort der 15-Jährigen und stellte mehrere Gegenstände sicher, die nun ausgewertet werden. Anschließend wurde das Mädchen vom Sozialdienst in Obhut genommen, erklärte der zuständige Staatsanwalt Adolf Oleszkiewicz. Eine direkte Beteiligung an dem Angriff wird ihr derzeit nicht vorgeworfen.
Der mutmaßliche Haupttäter, ein 18-Jähriger, sitzt seit der Attacke vor drei Wochen in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, an der Schule in Fagersta nordwestlich von Stockholm eine 17-Jährige getötet und drei weitere Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren verletzt zu haben. Zwei von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Das Motiv ist weiterhin unklar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber