Auto rast in Modena in Fußgängergruppe – acht Verletzte, vier davon schwer
In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Nach Angaben von Bürgermeister Massimo Mezzetti wurden acht Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Zu den Hintergründen des Vorfalls gab es zunächst weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse. Mezzetti zeigte sich in einer Videobotschaft "zutiefst betroffen" über den "wahnsinnigen Vorfall".
Der Zwischenfall ereignete sich am Nachmittag im Zentrum von Modena. Der Wagen raste in eine Straße der Altstadt und steuerte nach den Worten des Bürgermeisters mit hoher Geschwindigkeit auf den Fußgängerweg zu. Dort erfasste das Auto mehrere Passanten.
Anschließend versuchte der Fahrer zu fliehen. Mehrere Augenzeugen berichteten, dass er das Fahrzeug mit einem Messer in der Hand verlassen habe. Passanten nahmen die Verfolgung auf und konnten den Mann schließlich überwältigen. Mezzetti dankte ihnen ausdrücklich und sagte, sie hätten großen Mut gezeigt.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich Medienberichten zufolge um einen etwa 30 Jahre alten Mann. Er wurde festgenommen und soll nun von der Polizei befragt werden. Weitere Informationen zu den Hintergründen stellte der Bürgermeister für später in Aussicht.
Aufnahmen zeigen Wucht des Aufpralls
Auf Bildern von Sicherheitskameras aus der Umgebung ist nach Medienberichten zu sehen, wie der Kleinwagen mehrere Menschen erfasst. Einige werden dabei regelrecht durch die Luft geschleudert. Demnach endete die Fahrt des Wagens an einem Schaufenster.
Italienische Medien berichteten übereinstimmend, eine Frau sei gegen das Schaufenster gedrückt worden und habe infolge der Verletzungen beide Beine amputiert bekommen.
Meloni spricht von sehr schwerwiegendem Vorfall
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Vorfall in sozialen Medien als "sehr schwerwiegend". Sie sprach den Verletzten und ihren Familien ihr Mitgefühl aus und dankte den Bürgern, die den Mann stoppten. Der Täter müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie italienische Medien weiter meldeten, wurde der Mann in Bergamo geboren und wuchs in der Provinz Modena auf. Die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtete zudem, er sei in der Vergangenheit psychiatrisch behandelt worden. Außerdem soll er einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben und bislang nicht vorbestraft sein.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion