VfB Stuttgart sichert sich trotz Remis in Frankfurt das Champions-League-Ticket
Der VfB Stuttgart hat am letzten Bundesliga-Spieltag die Qualifikation für die Champions League perfekt gemacht. Den Schwaben genügte bei Eintracht Frankfurt ein 2:2, obwohl sie zur Pause noch mit 2:0 führten. Da Verfolger Hoffenheim zeitgleich in Mönchengladbach deutlich mit 0:4 unterlag, behauptete Stuttgart Rang vier.
Für Frankfurt endete die Saison dagegen enttäuschend. Die Hessen verpassten in ihrem womöglich letzten Spiel unter Trainer Albert Riera die Conference League und schließen die Spielzeit als Tabellenachter ab. Damit bleibt die Eintracht erstmals seit 2020/21 ohne internationalen Startplatz. Selbst ein Heimsieg hätte daran nichts geändert, weil Freiburg parallel klar gegen Leipzig gewann.
Stuttgart legt früh vor, Burkardt rettet Frankfurt
Die Gäste erwischten den besseren Start. Nach einer Ecke von Chris Führich köpfte Chema Andrés den VfB bereits in der 10. Minute in Führung. Tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Nikolas Nartey nach Vorarbeit von Deniz Undav auf 2:0.
Nach dem Seitenwechsel brachte ausgerechnet der eingewechselte Jonathan Burkardt die Frankfurter zurück. Der Angreifer verwandelte in der 72. Minute einen Foulelfmeter und traf in der Nachspielzeit erneut vom Punkt zum 2:2-Endstand.
Diskussionen um Burkardt und Trainer Riera
Burkardt hatte vor der Partie noch für Schlagzeilen gesorgt. Medienberichten zufolge soll er Trainer Riera beleidigt haben und dafür mit einer Geldstrafe belegt worden sein. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass Rieras Zeit in Frankfurt nach Saisonende endet. Sportvorstand Markus Krösche vermied vor dem Anpfiff bei DAZN ein klares Bekenntnis zum Coach.

Verzögerter Anpfiff nach Pyrotechnik, zwei Fans verletzt
Schon vor dem Spiel war einiges los. Beide Fanlager zündeten Pyrotechnik, darunter Bengalos, Raketen und Böller. Wegen des starken Rauchs konnte die Partie erst mit Verzögerung beginnen. Laut Stadionsprecher wurden zudem zwei Zuschauer im Heimbereich verletzt.
Auch die Schiedsrichter-Ansetzung hatte im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt. Tobias Welz leitete sein letztes Bundesliga-Spiel und traf dabei erneut auf den VfB. Nach dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Freiburg war er vor allem von Deniz Undav heftig kritisiert worden.
Nach flottem Beginn flacht die Partie ab
Frankfurt hatte durch Jean-Mattéo Bahoya früh die erste Gelegenheit, doch Alexander Nübel parierte stark. Kurz darauf verhinderte Eintracht-Keeper Michael Zetterer zunächst noch einen Rückstand gegen Führich, war beim folgenden Kopfball von Chema Andrés aber machtlos.
Danach verlor das Spiel deutlich an Tempo. Viele Unterbrechungen hemmten den Spielfluss. Can Uzun vergab für Frankfurt eine gute Möglichkeit, ehe Nartey kurz vor der Pause eiskalt zum zweiten Stuttgarter Treffer einschob.
Nübel-Fehler bringt die Eintracht zurück
Nach Wiederbeginn boten beide Mannschaften zunächst wenig. Stuttgart verwaltete den Vorsprung, Frankfurt fehlten Tempo und Ideen. Dann leistete sich Nübel jedoch einen folgenschweren Fehler: Der Torhüter stürmte ungeschickt aus seinem Kasten, kam gegen Burkardt zu spät und brachte ihn im Strafraum zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Burkardt sicher.
In der Nachspielzeit bekam Frankfurt nach einem Handspiel von Chema Andrés noch einen zweiten Elfmeter zugesprochen. Erneut trat Burkardt an und sorgte mit seinem Doppelpack immerhin noch für einen versöhnlichen Abschluss für die Gastgeber.
Für Stuttgart hatte das Remis dennoch den gewünschten Effekt: Die Königsklasse ist erreicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion