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Weinstein-Zoff: Jury scheitert auch im dritten Anlauf

Weinstein schon wieder ohne klares Urteil: Nach dem kassierten Meilenstein von 2020 scheitert nun erneut eine Jury.

15.05.2026, 20:40 Uhr

Jury im Weinstein-Verfahren erneut ohne Einigung

Im dritten Anlauf des Strafprozesses gegen den ehemaligen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein in New York ist es bei einem Anklagepunkt wieder zu keinem Urteil gekommen. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer US-Medien erklärte Richter Curtis Farber, die Jury sei „hoffnungslos festgefahren“. Das Verfahren wurde daher in diesem Punkt ohne Ergebnis beendet. Ob es zu einem vierten Prozess kommt, blieb zunächst offen.

Dem heute 74-jährigen Weinstein wird vorgeworfen, 2013 eine angehende Schauspielerin in einem Hotel in Manhattan vergewaltigt zu haben. Wegen dieses und weiterer Vorwürfe war er bereits 2020 zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dieses Urteil wurde jedoch 2024 wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.

Der daraufhin neu angesetzte Prozess war im vergangenen Sommer mit einem uneinheitlichen Ergebnis zu Ende gegangen. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass Weinstein schwere Sexualstraftaten an einer Frau begangen habe. In einem weiteren Fall, der eine zweite Frau betraf, wurde er freigesprochen. Beim dritten Anklagepunkt konnte sich die Jury damals nicht verständigen – genau dieser Vorwurf wurde nun erneut verhandelt.

Unabhängig davon war Weinstein bereits 2023 in Kalifornien in einem weiteren Verfahren zu zusätzlichen 16 Jahren Haft verurteilt worden. Der frühere Filmproduzent bestreitet sämtliche Anschuldigungen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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